Würdevolle Feier Kieselsteine zum Gedenken in Freren

Von Felix Reis

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Freren. Zu einer würdevollen Gedenkfeier an die jüdischen Holocaustopfer haben sich am Montagvormittag viele jüngere und ältere Schüler der Antonius-Schule Thuine sowie Frerener Bürger in Freren versammelt.

Auch in diesem Jahr stand der vor 30 Jahren aufgestellte Gedenkstein zur Erinnerung an die von den Nationalsozialisten ermordeten Frerener Juden im Mittelpunkt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Bläsergruppe Thuine.

Lothar Kuhrts von der jüdischen Geschichtswerkstatt „Samuel Manne“, die nach einem Frerener Juden benannt ist, begrüßte die Gäste. Er erinnerte daran, dass auch in Freren die Reichspogromnacht stattgefunden habe. Felix Siegel, der mit seinen Mitschülern an einem Langzeitprojekt der Antoniusschule Thuine unter Anleitung von Hermann Wellermann zum Thema Holocaust teilgenommen hatte, trug das Gedicht „Ich sah einen Berg“ vor.

Pfarrer Jürgen Krallmann rief die Schreckensereignisse vor 76 Jahren in seiner Rede noch einmal in Erinnerung. „Anfeindungen und Antisemitismus gibt es auch heute noch“, mahnte er. „Wir Christen haben die Verpflichtung, dagegen anzugehen“, ergänzte der Geistliche.

Nachdem Frerens Bürgermeister Klaus Prekel und Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz ein Gesteck an dem Gedenkstein niedergelegt hatten, erinnerten Schüler der Klasse 10a mit kleinen Gedenksteinen, auf denen die Namen der ermordeten Frerener Juden standen, an diese. Jeder trug eine kurze Biografie der Person auf seinem Stein vor. Die Jugendlichen zeigten sich immer noch beeindruckt von dem Besuch zum Ende ihres Langzeitprojekts zum Thema Holocaust in der Gedenkstätte Auschwitz und dem Gespräch mit Zeitzeugen.

Auch Maria Borchert, Klassenlehrerin der 6h, hatte das Thema Holocaust im Unterricht besprochen. Sie nahm mit ihren Schülern an der Gedenkfeier teil. Zuvor hatte man den Frerener Friedhof besucht und dort zum Gedenken Kieselsteine niedergelegt.

Zum Abschluss dankte Maria Kuiter, Vorsitzende des „Kulturkreises Impulse“, Lothar Kuhrts für die Gedenkfeier. Mit einem „Schalom“ lud er alle Teilnehmer in das jüdische Bethaus ein,


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