Aula der Schule umfunktioniert „Freris“ als Währung in Frerens Kinderstadt Samtopia



Freren. Die Lingener Tagespost ist in Samtopia nicht bekannt. Dafür die „Tagespost Samtopia“, die jeden Tag aus der „Kinderstadt“ berichtet. Die befindet sich in der Aula der Franziskus-Demann-Schule in Freren, Schauplatz eines Planspieles, das die Samtgemeinde Freren erstmals angeboten hat. Wie Donnerstag in „Samtopia“ zu hören war, hoffentlich nicht zum letzten Mal.

Begleitet wird das Projekt von Sozialpädagogin Ina Budzynski vom Kolping-Bildungswerk, die in Freren und Spelle arbeitet. Gemeinsam mit Schulsozialarbeiterin Ruth Köllen, Jugendreferentin Claudia Hohenbrink und über 30 Betreuern begleitet sie diese vom Landkreis geförderte und von der RWE gesponserte Woche.

72 Kinder probieren seit Dienstag aus, wie das Zusammenleben in einer Stadt funktioniert. „Die Jungen und Mädchen arbeiten in 24 Betrieben“, berichtete die Sozialpädagogin und verwies neben der Redaktion der „Tagespost Samtopia“ unter anderem auf eine Bäckerei, Gärtnerei, Lädchen für Schmuck und Design, eine Bank, wo es „Freris“ als Währung von Samtopia gibt, ein Fotostudio, Theater, Kino und anderes mehr. Natürlich gibt es auch einen Chef, genauer eine Chefin. Luisa Holle ist zur Bürgermeisterin gewählt worden und hat als Erstes die Steuern in Samtopia gesenkt. „Pro Betrieb arbeiten zwei bis fünf Kinder, die von den Erlösen ihrer Produkte oder Dienstleistungen auch Steuern abführen müssen“, beschrieb Budzynski die realitätsnahen Abläufe in der Kinderstadt. Den Unterschied zwischen brutto und netto kenne in Samtopia jeder.

Auch das Risiko, ohne Ausweis durch die Stadt zu laufen. „Kannst du dich ausweisen“, fragte jemand von der „Security“ den erwachsenen Besucher. Der konnte es zum Glück, hatte er doch am Eingang zur Kinderstadt ein „Visum“ bekommen.

Die Kinder hätten in dieser Woche die Möglichkeit, verschiedene Berufsbilder kennenzulernen, selbst etwas auszuprobieren, sagte die Sozialpädagogin, bevor sie von einem „Werbeblock“ des Radios von „Samtopia“ unterbrochen wurde, wo Köstlichkeiten aus der Cocktailbar angepriesen wurden. Der Mangosaft schmeckte auch dem Besucher gut, ebenso die aufgespießten Bananen- und Äpfelstückchen. Dann waren seine „Freris“ auch schon aufgebraucht. Den sorgsamen Umgang mit Geld lernen die „Samtopianer“ eben auch.

„Die Kinder sind sehr motiviert“, freute sich Budzynski über das bisherige Zusammenleben in „Samtopia“. An diesem Freitag sind ab 15 Uhr alle Eltern und weitere Interessierte zu einem Rundgang durch die Kinderstadt eingeladen.

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