Unter dem Dach von Impulse Projekt „Lebenswege“ in Freren geht weiter

Sie tragen dafür Sorge, dass die tägliche Arbeit in der Alten Molkerei Freren getan wird (von links): Sylvia Schulz, Oliver Dahl, Maria Kuiter und Alexander Höhler. Foto: Elisabeth TonderaSie tragen dafür Sorge, dass die tägliche Arbeit in der Alten Molkerei Freren getan wird (von links): Sylvia Schulz, Oliver Dahl, Maria Kuiter und Alexander Höhler. Foto: Elisabeth Tondera

to Freren. Seit mehr als 20 Jahren ist der Kulturkreis Impulse Freren aktiv und belebt das kulturelle Leben in der Region. Was das überwiegend ehrenamtlich arbeitende Impulse-Team leistet, ist trotz eingeschränkter finanzieller Mittel beachtlich. Unterstützung für Projekte bekommt der Kulturkreis von der Emsländischen Landschaft, feste Zuwendungen gibt es vom Landkreis Emsland sowie von der Samtgemeinde und der Stadt Freren.

„Das deckt allerdings nicht einmal die Personalkosten. Alles andere muss erwirtschaftet werden“, sagt die I mpulse-Vorsitzende Maria Kuiter. Deshalb sei es wichtig, dass das Haus mit Leben gefüllt wird und sich dort viele Institutionen ansiedeln.

Mit dem Haus ist das Kulturzentrum Alte Molkerei Freren gemeint, in dem der Kulturkreis seinen Sitz hat und das der Stiftung Alte Molkerei gehört. In dem Gebäude sind mittlerweile mehrere unterschiedliche kulturelle Einrichtungen ansässig. Neben Impulse und der Kunstschule SpuK, die vor einem Jahr in den renovierten Westflügel eingezogen ist, arbeitet dort eine kleine private Musikschule Nelly Heilmann und die Tanzschule Ludmilla Grinke. Seit vielen Jahren probt dort auch die Drummerband „Cobra“, in der zurzeit mehr als 100 Kinder und Jugendliche mitmachen.

Nicht wegzudenken aus der Alten Molkerei ist die Jüdische Geschichtswerkstatt Samuel Manne, die Lothar Kuhrts in enger Zusammenarbeit mit Impulse leitet. „Es ist uns ganz wichtig, dass diese Arbeit für die Zukunft gesichert wird“, betont Maria Kuiter.

Große Anerkennung findet nach ihren Worten das Projekt „Lebenswege“. Dahinter verbirgt sich ein interkulturelles Treffen, aus dem ein Chor hervorgegangen ist, und die Dauerausstellung „Lebenswege“, die das Schicksal der russlanddeutschen Familien Heilmann und Weiß dokumentiert. Das Projekt, bei dem unter anderem Einheimische, Russlanddeutsche und in Freren lebende Niederländer mitwirken, ist überregional bekannt. Über „Lebenswege“ gab es sogar einen Beitrag im Deutschlandradio.

Das Projekt „Lebenswege“ entwickelt sich weiter. Die im Chor mitwirkenden Niederländer äußerten den Wunsch, mehr über das Leben sowie die Sitten und Gebräuche in Deutschland und im Emsland zu erfahren. So entstand das „Forum Niederländer“. Es sind regelmäßige Informations- und Bildungstreffen der im Emsland lebenden Niederländer, bei denen sie sich zum Beispiel über das Bestattungsrecht, das Rentensystem oder über das Vereinswesen in Deutschland informieren.

Ab Herbst wird ein Deutsch-Niederländisch- Kurs angeboten. Außerdem wollen die Teilnehmer gemeinsam regionale Spezialitäten beider Länder zubereiten. So entwickelt sich aus der einen Aktivität die nächste. „Die Ideen kommen aus den Gruppen. Das ist kulturelles Leben, wie es sein soll“, sagt Maria Kuiter. Sie weist darauf hin, dass die Räume der Alten Molkerei für verschiedene Veranstaltungen gemietet werden können.

Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 059 02/9320 oder im Internet unter www.impulse-freren.de .

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