„KinderKulturCamp“ gefällt Kinder präsentieren in Freren eine friedliche Welt

Von Johannes Franke


Freren. Bunte Luftballons steigen in den blauen Himmel, verweilen noch ein wenig zwischen den hohen Bäumen, als ob auch ihnen der Abschied schwerfalle, bis sie ihre kürzere oder längere Reise fortsetzen. Die Kinder in ihren einheitlichen T-Shirts winken ihnen nach und freuen sich auf eine mögliche Antwortkarte. Doch sie sind auch ein wenig traurig, denn ihr zehntägiges Projekt im „KinderKulturCamp“ Freren 2014 ist zu Ende. „Es war alles so gut und schön“, sagt die kleine Paulina, und die anderen Kinder nicken mit dem Kopf.

Zum ersten Mal fand in den Sommerferien ein Projekt unter dem Motto „Kultur macht stark – Reise um die Welt“ statt. Schnell meldeten sich interessierte Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren aus den Grundschulen Freren, Fürstenau und Lingen. 24 konnten pro Woche teilnehmen, doch die meisten verbrachten zwei Wochen von montags bis freitags ab acht bis 15 Uhr abseits der Ortschaft im Heuerhaus der katholischen Kirchengemeinde St. Josef Lingen in Freren-Ostwie.

Diese musisch-kulturellen Ferienwochen wurden in einem Bündnis organisiert und geschlossen durch das Familienzentrum, dem Hort und der Spiel- und Kunstschule der Samtgemeinde Freren in Zusammenarbeit mit dem TPZ Lingen durchgeführt. „Unser Ziel war es, den Zugang zu kultureller Bildung außerhalb der Schule zu ermöglichen, Kreativität zu wecken, Teamgeist und Selbstvertrauen zu stärken, Spaß zu haben und gleichaltrige Kinder kennenzulernen“, sagt Catharina Pretzel vom Familienzentrum. Mit viel Spaß und Freude führen sie ihren Eltern und Familienangehörigen abwechslungsreiche Theaterszenen und geübte Zirkuskunststücke vor.

Die Ideen entwickelten die Kinder selbst und konnten frei entscheiden, woran sie teilnehmen möchten. „Wir möchten gerne jonglieren“, freuen sich Marja und Paul auf ihren Auftritt mit acht weiteren Kindern. Auch die Vorbereitungen übernahmen einige Kinder, damit die anderen ihre Szenen spielen konnten. In bunten Kostümen und Kopfbedeckungen präsentieren sie Kinder der Welt, die friedlich miteinander umgehen, die jeweilige Kultur achten und länderübergreifend symbolisch die „Friedenspfeife rauchen“.

„Wir besuchten zweimal die SpuK , setzten uns mit dem Thema künstlerisch auseinander, gestalteten eine Ausstellung zum Thema „Reise um die Welt“ und bereiteten die Abschlussfeier vor“, erläutern Patricia Ens und Helen Reichert vom Betreuungsteam. Prozessorientierung, Freiwilligkeit und Partizipation seien für sie wichtig gewesen. Das zweckfreie Spiel ermöglichte den Kindern das Kennenlernen und die Wertschätzung der unterschiedlichen kulturellen Herkünfte. „Der respektvolle Umgang aller Beteiligten führte zu einem gelungenen Miteinander“, betonte Christin Lügering vom Hort der Stadt Freren.

Da Bundesmittel für kulturelle Projekte zur Verfügung gestellt wurden und der Antrag beim Bund deutscher Amateurtheater positiv beschieden wurde, entstanden den Eltern für das Betreuungsteam und die Materialien keine Kosten. „Die finanzielle Entlastung und das gesamte Angebot waren super. Es war alle prima organisiert, die Betreuung in den Gruppen war klasse, die Kinder kamen begeistert nach Hause, für berufstätige Eltern optimal“, lobt Paulinas Mutter das „KinderKulturCamp“.

„Wir sagen Danke“, rufen die Kinder und klatschen rhythmisch dazu. Auch Dankesbriefe haben die sechs ständigen Betreuerinnen erhalten. „Es hat mir sehr gut gefallen. Ich bin im nächsten Jahr gerne wieder dabei“, schreibt ein Kind. Das engagierte Team ist gerne bereit, dem Wunsch nachzukommen.

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