Weihbischof Wübbe segnet Gebäude Hospiz in Thuine den Menschen zugewandt


Thuine. Den Menschen zugewandt – bis zum letzten Augenblick: Das ist die Aufgabe des Hospizes St. Veronika in Thuine. Am Freitag hat Weihbischof Johannes Wübbe die Einrichtung am St. Elisabeth-Krankenhaus im Beisein zahlreicher Gäste gesegnet.

Rund 2,4 Millionen Euro sind in den Bau des Hospizes in Trägerschaft der Thuiner Franziskanerinnen geflossen. Es ist das erste stationäre Hospiz im Emsland. Rund 200 gibt es in Deutschland.

Für den laufenden Betrieb des Hauses, das über acht Plätze für todkranke Menschen verfügt, sind auch Spenden notwendig. Daran haben sich die NOZ Medien ebenfalls beteiligt. 33000 Euro sind inzwischen auf das Spendenkonto geflossen.

Der Schirmherr der Aktion, Landtagspräsident Bernd Busemann, hob die Bedeutung des ersten stationären Hospizes im Emsland in seiner Rede ausdrücklich hervor. Angesichts veränderter Familienstrukturen bräuchten Menschen in der letzten Lebensphase andere Formen der Betreuung. Dass diese auf zutiefst christlicher Grundlage erfolge, dafür stünden die Thuiner Franziskanerinnen.

Weihbischof Johannes Wübbe hatte im Gottesdienst zuvor auf die Namensgeberin des Hospizes, die heilige Veronika, hingewiesen. Auf dem Kreuzweg Jesu sei sie aus der Menge herausgetreten, um dem von Blut und Schweiß Gezeichneten ein Tuch zu reichen. Auch im Leid dem Menschen seine Würde schenken, ihm zu zeigen, dass er wertvoll sei: Dies sei der Kern des Hospizgedankens. Wübbe betonte, dass das Hospiz St. Veronika „ein wichtiger Meilenstein für das Leben“ ist. Der Weihbischof machte damit deutlich, dass aus christlicher Überzeugung Leben immer lebenswert sei, vom Anfang bis zum Ende, auch wenn dies mit Fragen und Zumutungen verbunden sei. Wübbe sprach sich deshalb klar gegen eine aktive Sterbehilfe aus. Das Sterben gehöre zum Leben. Die Sterbebegleitung sei eine konkret erfahrbare Lebenshilfe, zu der die umfassende Schmerztherapie ebenso gehöre wie eine liebevolle Hinwendung.

Dank an den Orden

Dass diese das prägende Leitbild aller Pflegeeinrichtungen der Thuiner Franziskanerinnen ist, stellten verschiedene Redner in ihren Beiträgen in den Mittelpunkt. Der stellvertretende Landrat Heinz Rolfes wünschte dem Hospizteam um Anke Robbe viel Kraft für seine schwere Arbeit. Es sei eine anspruchsvolle Aufgabe mit hoher spiritueller und seelsorgerischer Anforderung, betonte Caritasdirektor Franz Loth. Thuines Bürgermeister Karl-Heinz Gebbe und Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz dankten dem Orden für dessen großes soziales Engagement im Ort.

An diesem Sonntag haben die Bürger von 13 bis 18 Uhr die Möglichkeit, das Hospiz zu besichtigen. Unter anderem informieren Hospizleiterin Anke Robbe und Pflegedienstleiterin Karola Vocke.

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