Viele Tätigkeiten sind möglich Ehrenamtliche für das Hospiz noch gesucht

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Schwester M. Christianis ist Sakristanin im Elisabeth-Krankenhaus: Sie möchte sich zudem gerne ehrenamtlich im Hospiz engagieren. Foto: Elisabeth-KrankenhausSchwester M. Christianis ist Sakristanin im Elisabeth-Krankenhaus: Sie möchte sich zudem gerne ehrenamtlich im Hospiz engagieren. Foto: Elisabeth-Krankenhaus

Thuine. Der sterbende Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen sowie seine Angehörigen stehen in einem Hospiz als Gast im Mittelpunkt allen Handelns. Eine ganz wichtige und besondere Rolle werden dabei auch im Hospiz St. Veronika in Thuine ehrenamtlich tätige Personen übernehmen. Sowohl gästenahe als auch gästeferne Tätigkeiten sind dabei vorstellbar.

So können die Ehrenamtlichen kleine Handreichungen und Hilfestellungen übernehmen und damit auch den Pflegekräften am Gästebett helfen. Eine gästefernere Tätigkeit kann zum Beispiel im Wohn- und Küchenbereich sein, wo auch einmal ein Kuchen gebacken werden kann oder das Abendbrot zubereitet werden muss. „Hier ist aber besonders wichtig, dass Ehrenamtliche nicht als Lückenbüßer benutzt werden“, ergänzt mit Schwester Karola Vocke die künftige Pflegedienstleiterin im Hospiz und heutige stellvertretende Leiterin der Palliativstation in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Ehrenamtlichen stehen auf Wunsch auch Angehörigen, wenn sie ins Hospiz kommen oder sie eine Zeit außerhalb des Gästezimmers verbringen möchten, als Gesprächspartner zur Verfügung, und sie erledigen für und mit dem Gast – besonders diejenigen ohne Angehörige – kleine Einkäufe, erläutert Anke Robbe, die künftige Hospizleiterin und seit vielen Jahren im sozialen Bereich im Elisabeth-Krankenhaus tätige Sozialpädagogin.

Bei alldem ist das Ziel, durch Zuhören, Achtung und Anteilnahme eine vertrauensvolle Beziehung zu den Gästen und ihren Angehörigen aufzubauen. Voraussetzung für diese Beziehung ist ein respektvoller Umgang mit den religiösen, ethischen und politischen Weltanschauungen – auf Wunsch der Hinterbliebenen kann die Begleitung auch in der Trauerzeit fortgesetzt werden.

Kurs zum Hospizhelfer

„Ehrenamtliche sind damit aufgrund ihrer persönlichen und beruflichen Erfahrung und des ihnen eigenen Engagements unverzichtbar und wesentlicher Bestandteil des Hospizes St. Veronika“, erklärt Anke Robbe. Daher seien sie keine Einzelkämpfer, sondern „Teil des multiprofessionellen Betreuungsteams“. Die Ehrenamtlichen arbeiten daher eng mit den hauptamtlichen Fachkräften zusammen, die ihnen die Möglichkeit zum Informationsaustausch und Praxisanleitung bieten.

Auch Schwester Christianis möchte sich neben ihrer Tätigkeit als Sakristanin ehrenamtlich im Hospiz engagieren – es werden aber noch weitere Personen gesucht. „Voraussetzung für die ehrenamtliche Tätigkeit im Hospiz St. Veronika ist ein abgeschlossener Grundkurs zum ‚Hospizhelfer‘. Die Anbindung an einen kooperierenden Hospizverein ist wünschenswert, da hier die Ehrenamtlichen die Möglichkeit haben, sich mit anderen Ehrenamtlichen auszutauschen“, betont Robbe. Ehrenamtliche Helfer ohne Anbindung an einen Hospizverein und ohne Vorkenntnisse werden auf ihre zukünftige Tätigkeit aber durch das Hospiz vorbereitet. Darüber hinaus sind im Vorfeld der Eröffnung des Hospizes interdisziplinäre Veranstaltungen geplant, an denen alle zukünftigen Teammitglieder teilnehmen sollen.

Und gibt es bereits Interesse an einer solchen Tätigkeit? „Es gibt vereinzelte Anrufe, teilweise von Personen, die in einem der inzwischen emslandweit acht Hospizvereine engagiert sind.“ Anke Robbe und Karola Vocke würden sich über weitere Interessenten aber sehr freuen. Nähere Informationen bei Anke Robbe unter Tel. 05902/951660.


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