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Nach 38 Dienstjahren Stets den richtigen Ton getroffen: Konrektor Heiner Kollenberg in Freren verabschiedet

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Freren. „Heiner, hilf uns!“ Nach 38 Dienstjahren ist Konrektor Heiner Kollenberg noch nicht ganz ausseinem Schuldienst an der Franziskus-Demann-Schule verabschiedet und schon während der Feierstunde fehlte er an allen Ecken und Enden. Dem Ruf seiner Kollegen folgte Kollenberg gerne und machte zur Freude vieler langjähriger Wegbegleiter das, womit er nicht nur das Schulleben in Freren immer wieder bereichert hatte:Musik.

In einer stimmungsvollen und sehr persönlich gestalteten Feierstunde waren sich alle Beteiligten einig: Heiner Kollenberg hat nicht nur musikalisches Taktgefühl, sondern trifft auch menschlich stets den richtigen Ton.

„Mit deinem ausgleichenden Wesen warst du für Schüler, Eltern und Kollegen gleichermaßen immer eine einsatz- und gesprächsbereite Vertrauensperson. Offen, kreativ, konstruktiv, ehrlich, sensibel und mit einem hohen Maß an Gerechtigkeit hast du die Geschicke der Schule über fast vier Jahrzehnte begleitet. Einen besseren Kollegen hätten wir uns nicht wünschen können“, äußerte Schulleiter Leo Duisen seine Anerkennung.

Er verwies auf den beruflichen Werdegang des gebürtigen Hopsteners, der nach seinem Studium in Münster im Dezember 1972 als damals 23-jähriger Referendar gemeinsam mit seinem Bruder Franz-Josef seinen Schuldienst in Freren angetreten hatte und seitdem viele Schülergenerationen in den Fächern Englisch, Deutsch und Sport unterrichtete. Seit 1991 war Kollenberg Konrektor an der Franziskus-Demann-Schule und hinterlässt jetzt eine Schulgemeinschaft im Zwiespalt der Gefühle, wie Kollege Heiner Rohoff feststellte: „Wir gönnen dir den wohlverdienten Ruhestand von Herzen, aber Mensch, wie ist es schade.“

Das dichterische Talent von Agnes Bölscher machte weder vor der Leidenschaft des Pädagogen für gelbe Zettel noch vor der Musikkarriere seiner ebenso legendären Band „Die Kollis“ halt und würdigte auch die starke Schulter und das Organisationstalent von Ehefrau Marita. Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz stellte fest: „In Ihrem Wohnort Thuine gibt es zwei Berge, den Mühlenberg und den Herrn Kollenberg. Auf Sie war immer Verlass!“

Elternratsvorsitzender Karl Hennekes schlüpfte als ehemaliger Schüler in die Rolle des Lehrers und stellte Kollenberg auf dem Zeugnis eine glatte Eins aus, Schülersprecher Artur Nachtigall dankte für ein stets offenes Ohr für allerlei Schülersorgen, und Bernhard Fritze als früherer Schulleiter erinnerte sich gerne an die vielversprechenden Anfänge eines Frerener Lehrerlebens.

Tina und Peter Kollenberg sind in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und nicht nur beide Lehrer, sondern auch musikalisch geworden. In einem Lied wünschten sie ihrem Vater auch für den Ruhestand, nicht an der Uhr zu kleben, sondern sich Zeit zu nehmen für das Leben. Das letzte Wort hatte ein sichtlich gerührter Heiner Kollenberg: „Es war schön, und es hat Spaß gemacht, aber ich freue mich auf das, was jetzt kommen wird. Frei nach dem Motto: Wie herrlich ist es, nichts zu tun und dann vom Nichtstun auszuruhen.“


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