Zyklus "Bündel des Lebens" Broschüre zu Bildern im Jüdischen Bethaus in Freren erschienen

Eine neue Broschüre zur Dauerausstellung im Jüdischen Bethaus ist erschienen. Darüber freuten sich unter anderem (von links) Patrick Köster, Angela Prenger, Libet Cusco, Klaus Prekel und Heribert Lange. Foto: Forum Juden-ChristenEine neue Broschüre zur Dauerausstellung im Jüdischen Bethaus ist erschienen. Darüber freuten sich unter anderem (von links) Patrick Köster, Angela Prenger, Libet Cusco, Klaus Prekel und Heribert Lange. Foto: Forum Juden-Christen

Freren. Seit Januar 2019 erinnert eine Dauerausstellung im jüdischen Bethaus in Freren an die Menschen, die dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer fielen. Auf Anregung von Lothar Kuhrts schuf die Frerener Malerin Libet Cusco den Bilderzyklus „Bündel des Lebens“, der im Bethaus zu sehen ist. Zu diesem ist nun eine Bröschure erschienen.

In der Broschüre, die das Forum Juden-Christen im Altkreis Lingen als Träger des Bethauses herausgab, werden alle des Zyklus vorgestellt und von Libet Cusco und Martin Ernst erläutert. Präsentiert wurde das Werk jetzt in einer Feierstunde im Bethaus, zu der für das Forum dessen Vorsitzender Heribert Lange eingeladen hatte. Gefolgt waren der Einladung unter anderem Bürgermeister Klaus Prekel, Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz und Mitglieder des Forums. (Weiterlesen: Dauerausstellung im Jüdischen Bethaus Freren eröffnet)

Unterstützung durch grenzüberschreitendes Projekt

Lange würdigte eingangs die Bedeutung der Kunst für das Gedenken an die Opfer des Rassenwahns. Er dankte Heiner Schüpp, Schriftführer des Forums bis Mitte 2019, der gemeinsam mit Patrick Köster (Freren) die Vorbereitung und Herausgabe des Heftes verantwortete. Schüpp führte dazu aus, dass das Forum Juden-Christen finanzielle Unterstützung durch das Projekt „Grenzkultur“ erhalten habe, einem EU-geförderten grenzüberschreitendes Projekt der Emsländischen Landschaft mit dem Emslandmuseum Lingen, der niederländischen Provinz Drenthe und Kunst & Cultuur (K&C) Drenthe.

Die die 38-seitige Broschüre hat eine Erstauflage von 500 Stück und wird kostenlos an Besucher der Dauerausstellung abgegeben. Außerdem ist auf Anfrage beim Forum Juden-Christen erhältlich.

"Mehr Empathie, mehr Identifikation"

„Die Botschaft ,Bündel des Lebens' senden alle, die mitfühlend sind: mehr Empathie, mehr Identifikation, mehr Miteinander/Füreinander“, formulierte Libet Cusco die Botschaft ihres Bilderzyklus. Sie wünschte sich, dass Samuel Manne aus Freren, den die Nazis im Alter von drei Jahren ermordeten, diese Botschaft stets aufs Neue wecken möge.


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