Versammlung zieht Bilanz Krone mahnt in Freren fairen Umgang mit Landwirten an

Einig waren sich (von links) Geschäftsführer Ferdinand Dahm, Vorsitzender Franz Meyer, Bernard Krone und VEL-Präsident Georg Meiners, dass man die Bauern auch in Zukunft gebraucht. Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist nach fast 30-jähriger Tätigkeit in diesem Ehrenamt August Lonnemann. Foto: DahmEinig waren sich (von links) Geschäftsführer Ferdinand Dahm, Vorsitzender Franz Meyer, Bernard Krone und VEL-Präsident Georg Meiners, dass man die Bauern auch in Zukunft gebraucht. Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist nach fast 30-jähriger Tätigkeit in diesem Ehrenamt August Lonnemann. Foto: Dahm

Freren. „Wollen wir die Bauern noch?“ Dieser Frage ist der Speller Unternehmer Bernard Krone in einem Vortrag anlässlich der Generalversammlung der Südemsländischen Viehvermarktung Freren angesichts des massiven Drucks und der Diskussionen in der Öffentlichkeit gegen den Berufsstand nachgegangen.

Eröffnet wurde die Rede vor etwa 150 Landwirte mit ihren Partnerinnen im Gasthof Lüns mit einer alten Botschaft der Branche: „Hat der Bauer Geld, hat es die ganze Welt.“ Diese Weisheit scheine heute in Vergessenheit zu geraten zu sein, sagte Krone. Sachargumente würden immer mehr in den Hintergrund treten und durch Hysterie und Emotionen verdrängt. Der Speller machte die Bedeutung der Landwirtschaft mit ihren vor- und nachgelagerten Bereichen für die deutsche Volkswirtschaft deutlich. Rund 900 000 Menschen würden haupt- und nebenberuflich in der Landwirtschaft arbeiten. Die deutsche Land- und Forstwirtschaft und Fischerei erzielten im Jahr 2014 einen Produktionswert von 52,7 Milliarden Euro.  

 „Ob wir es wollen oder nicht – wir brauchen die Landwirtschaft wie bisher zum Leben“, rief Bernard Krone aus und fügte hinzu, dass dazu nach seiner festen Überzeugung auch die Tiere gehören, die sie der Bevölkerung zur Ernährung liefern. Er mahnte einen fairen Umgang mit dem Berufsstand der Landwirte an und verwies darauf, dass die Weltbevölkerung rasant wachse und der Konsum an Lebensmitteln noch stärker zunehmen werde. Schätzungen zufolge müssten bis zum Jahr 2050 rund zehn Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben und ernährt werden.  

"Wir sind ein loyaler Partner"

In seinen Ausführungen ging Bernard Krone auch auf die Verantwortung der Landwirte für die Allgemeinheit ein. Die Landwirtschaft sei bereit, sich den Fragen nach Bienen-, Insekten- und Gewässerschutz oder Düngegesetze und Tierwohl offen zu stellen und aktiv an Lösungen mitzuarbeiten. „Aber das alles muss sachbezogen und umsetzbar sein, denn die Bauern wollen und brauchen eine gesunde Umwelt.“ Abschließend versicherte Krone den Landwirten, dass seine Familie, das Gewerbe, die Industrie auf jeden Fall hinter den Landwirten stünden: „Wir sind ein überzeugter loyaler Partner.“

Über diesen Zuspruch freute sich auch der Präsident des Emsländischen Landvolkes, Georg Meiners: „Es tut in der heutigen Zeit gut, wenn ein so erfolgreicher Unternehmer auf unserer Seite steht.“   Aus den Jahresberichten von Vorstand und Aufsichtsrat der Südemsländischen Viehvermarktung Freren ging eine positive Entwicklung in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 hervor. So seien zum Beispiel im Jahr 2018 rund 4500 Stück Großvieh, 106 000 Mastschweine, fast 80 000 Ferkel sowie 5000 Kälber als Fresser vermarktet worden, hieß es. Die zehn Mitarbeiter erreichten einen Gesamtumsatz von 29 Millionen Euro.  


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