1,6-Millionen-Euro-Investition Regenbogen-Kindergarten in Freren wird erweitert

Der aktuell aus vier Gruppen bestehende evangelische Regenbogen Kindergarten in Freren soll um zwei Gruppen erweitert werden, um auch künftig den erwarteten Bedarf an Betreuungsplätzen in der Stadt decken zu können. Foto: Carsten van BevernDer aktuell aus vier Gruppen bestehende evangelische Regenbogen Kindergarten in Freren soll um zwei Gruppen erweitert werden, um auch künftig den erwarteten Bedarf an Betreuungsplätzen in der Stadt decken zu können. Foto: Carsten van Bevern

Freren. Krippen- und Kindergartenplätze sind in Freren weiter stark nachgefragt. Aus diesem Grund soll der evangelische Regenbogen-Kindergarten erweitert und dort rund 1,6 Millionen Euro investiert werden. Im Krippenbereich muss dennoch weiter auf alternative Betreuungsmöglichkeiten zurückgegriffen werden.

Voll ausgelastet sind aktuell die beiden Kitas in der Stadt Freren: Im evangelischen Regenbogen-Kindergarten sind nach Aussage von Frerens Stadtdirektor Godehard Ritz alle 76 Plätze belegt und in der katholischen Kita St. Franziskus sind 95 der 98 zur Verfügung stehenden Plätze belegt – die drei "freien" Plätze sind nur nicht belegt worden, da den Kindern im Sommer durch die geplante Umwandlung einer altersübergreifenden in eine Krippengruppe in der Kita kein Platz mehr hätte angeboten werden können.

Im Krippenbereich fehlen zunächst weiter Plätze

2019/20 werden in beiden Kitas jeweils 98 Betreuungsplätze zur Verfügung stehen, eine Halbtags-Regelgruppe der Regenbogenkita muss dafür allerdings in der nicht voll ausgelasteten Paul-Moor-Schule untergebracht werden. "Nach jetzigem Stand kann damit allen Kindergartenkindern ein Platz zur Verfügung gestellt werden", erklärte Ritz auf der jüngsten Stadtratssitzung. Im Krippenbereich seien jedoch weiterhin nicht genügend Plätze vorhanden: "Wie im vergangenen Jahr muss in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum und den Kindergärten nach alternativen Betreuungsmöglichkeiten Ausschau gehalten werden."

148-Ü-3-Kinder im Jahr 2020/21

Im Kita-Jahr 2020/21 wird mit 148 Kindern mit dem Höchststand im Ü-3-Bereich gerechnet. Laut der aktuellen Bedarfsprognose soll die Anzahl der Kinder im Folgejahr wieder auf 139 zurückgehen. Nach Abschluss der Baumaßnahme am Regenbogenkindergarten werden dann dort sechs und in der Kita St. Franziskus fünf Gruppenräume zur Verfügung stehen. Dort können dann 211 Kinder betreut werden – im Krippenbereich 75 in fünf Gruppen und im Kindergartenbereich 136 Kinder in vier Regel- und zwei Integrationsgruppen. 

30 Parkplätze an der Kita

Die Baumaßnahme Regenbogen-Kita hatte zuvor Frank Kumbrink vom Planungsteam Hansi Surmann vorgestellt. Demnach sollen auf der Ostseite zwei Krippengruppen samt Nebenräumen entstehen, auf der Westseite eine Regelgruppe mit zusätzlichem Werkraum und die bisherige Krippengruppe erweitert und zu einem Speiseraum umgebaut werden. Entlang der Internatstraße  wird die Kita damit eine Breite von rund 76 Metern einnehmen, die laut Kumbrink aber durch Farb- und Fensterelemente aufgelockert werden sollen.. Zudem sollen entlang der Internat- und Kaiserstraße rund 30 Parkplätze entstehen. "Das sind mehr als gesetzlich vorgeschrieben. Aber aus Erfahrung wissen wir, dass diese Plätze benötigt werden", erklärte der Projektleiter Kumbrink.

677.000 Euro Zuschüsse?

Und die Kosten? Die Erweiterung und der Umbau werden rund 1,6 Millionen Euro kosten. Vom Land wird mit einem Zuschuss von 300.000 Euro, vom Kreis über 217.000 Euro und von der Kirchengemeinde inklusive der Landeskirche und vorbehaltlich der Entscheidung des Kirchenkreises von 160.000 Euro gerechnet. Der Anteil der Stadt Freren würde laut dieser Kostenschätzung bei 923.000 Euro liegen. Diesen Planungen stimmten die Ratsmitglieder einstimmig zu. Für die "bedarfsgerechten und praktikablen Planungen" sprachen mehrere Ratsmitglieder sowohl der Kita-Leitung als auch den Planern zudem viel Lob aus.


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