Viele Besucher am Sonntag Blaulichttag in Freren: Es gab mit Sicherheit viel zu sehen

Wie die Feuerwehr im Rettungseinsatz arbeitet, konnten die Zuschauer hautnah miterleben. Foto: Thomas PertzWie die Feuerwehr im Rettungseinsatz arbeitet, konnten die Zuschauer hautnah miterleben. Foto: Thomas Pertz

Freren. Frank Burrichter brachte es auf den Punkt. „Wir freuen uns, wenn wir unsere Sachen mal zeigen dürfen“, meinte der Gruppenführer und Atemschutzgerätewart der Feuerwehr Beesten am Sonntag beim "Blaulichttag" in Freren.

 Es waren eine ganze Menge „Sachen“, die nicht nur die Beestener mitgebracht hatten. Bei der „Blaulichtmeile“ im Rahmen des Fridurentages gab es für die Bürger viel zu sehen und Informationen oben drauf. Alle fünf Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde waren vor Ort, Rettungsdienste, Rettungshunde- und Reiterstaffel, außerdem Institutionen, Vereine und Unternehmen, die alle in irgendeiner Form mit Sicherheit zu tun haben – auch mit der Sicherheit der Jüngsten, wie die Elternlotsen an den Schulen, die um weitere Mitglieder warben. 

Andre Brüggemeier von der Feuerwehr Beesten demonstriert den Einsatz von Rettungsschere und Spreizer. Foto: Thomas Pertz

„Das Wetter könnte besser nicht sein“, strahlte Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz auf dem Marktplatz mit der Sonne um die Wette. Frerens Ortsmitte, mit großem Aufwand saniert und umgestaltet, war die ideale Plattform für den Blaulichttag. Bei flotter Musik der Kolpingkapelle Freren und des Blasorchesters Regenbogen schmeckten die Erbsensuppe oder das Steakbrötchen in warmer Frühlingssonne noch mal so gut. Der Erlös war übrigens für die Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde gedacht.

Der Blaulichttag in Freren war auch mal wieder ein Beispiel dafür, wieviel ehrenamtlicher Power in der Region steckt. Zum Beispiel in der Rettungshundestaffel Lingen/Emsland. Eindrucksvoll, was Bernd Köbbemann und die weiteren Mitglieder des Vereins den Vierbeinern beigebracht haben, um Menschenleben zu retten. 

Blickfang: Die Männer des Feuerwehrmuseums aus Salzbergen und ihre Dampfspritze von 1901. Foto. Thomas Pertz

Dass Thomas Kolmes und seine Gruppe in Freren ordentlich Dampf abließen, nahm ihnen übrigens niemand übel, im Gegenteil. Der Vorsitzende des Feuerwehrmuseums Salzbergen, der mit seinem gezwirbeltem Schnurrbart mehr nach Kaiser Wilhelm aussah, war mit weiteren Mitgliedern und einer Dampfspritze von 1901 gekommen.

Nele Thiede, hier mit Papa Christian, gefiel es prima auf dem Polizeimotorrad. Foto: Thomas Pertz

Von der gibt es deutschlandweit nur noch eine Handvoll. „Sein“ Heizer Pascal Trendel heizte der alten Dampfspritze ordentlich ein. Wer nachfragte beim Blaulichttag in Freren, erfuhr auch dies: Vier Mitglieder des Vereins haben nach erfolgreich besuchten Lehrgängen und Prüfung durch den TÜV eine offizielle Anerkennung als „Kesselwärter für historische Landdampfkessel“.


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