Präsentation in Freren Neues technisches Verfahren soll Gülleproblematik entschärfen

Georg Meiners, Dipl. Ing für Landbau, erläuterte auf seinem Hof in Freren, Sunderberg 1, die Nutzung von organischem Dünger ind er Landwirtschaft. 
Foto: Johannes FrankeGeorg Meiners, Dipl. Ing für Landbau, erläuterte auf seinem Hof in Freren, Sunderberg 1, die Nutzung von organischem Dünger ind er Landwirtschaft. Foto: Johannes Franke
Johannes Franke

Freren. Auf dem Hof Meiners in Freren ist ein neues technisches Verfahren vorgestellt worden, um die Gülleproblematik zu entschärfen.

 Zum Tierbestand von Landwirt Georg Meiners in Freren, Sunderberg 1, gehören neben Schweinen auch etwa 200 Rinder und Kühe. Die flüssigen und festen Ausscheidungen der Schwarzbunten werden in einer Anlage gesammelt, die nach gut 1500 Kubikmetern gefüllt ist. Wohin mit der Menge, wenn mehr abgegeben als auf den Äckern aufgetragen werden darf? 

Viele Landwirte haben eine Lösung gefunden

In Zusammenarbeit mit der Vereinigung des Emsländischen Landvolkes (VEL) und des Agrovermittlungsdienstes Emsland-Bentheim (AVD) haben bereits viele Landwirte in dieser Region eine Lösung gefunden. Georg Meiners, Dipl. Ing. für Landbau und seit 2017 Präsident des VEL, zählt dazu. Auf seinem Hof stehen am Dienstag schwere Geräte. Durch den über 30 Zentimeter breiten Schlauch wird die Gülle in eine von der AVD für diesen Tag angelieferten Anlage gepumpt, um sie zu leeren und die angesammelte Gülle von etwa 1500 Kubikmetern nach der Düngeverordnung und den gesetzlichen Bestimmungen zu entsorgen.


In der Region Emsland-Grafschaft Bentheim gibt es ein Überangebot an Gülle. Foto: Philipp Schulze/dpa


 „Ich könnte die Gülle, so wie sie ist, in dieser Region abgeben, müsste dann aber viel Wasser durch die Gegend fahren“, sagt er. Die bessere Vorgehensweise wird auf seinem Hof demonstriert. Hochpumpen, mit der Pressschnecke die festen Bestandteile abpressen, anschließend separieren. Die Separationsanlage trennt die flüssigen von den festen Bestandteilen. Die Gülle wird im großen, runden Grundbehälter aufgefangen, die runtergetrockneten festen Phasen fallen fast geruchslos über ein Förderband in den Lkw 25 Tonnen fasst der Lkw vom Lohnunternehmer Gert Roolfs aus Osterwald in der Grafschaft Bentheim.

Gülle wird separiert

 „Wir betreiben die Anlage für die AVD und nehmen den Landwirten die Arbeiten ab“, erzählt der Inhaber. „LKW-Patrick“ wartet bereits, um die nächsten 25 Tonnen aufzunehmen. Viermal im Jahr wird die Gülle abgepumpt, separiert und weitertransportiert. „Heute fahren wir nach Edewecht“, sagt Roolfs. Oft fahren sie in Regionen, wo es nur wenig Viehhaltung gibt und die Landwirte, auch Baumschulen, den Dünger gut gebrauchen können und ihn auf Vorher jedoch wandert die Trockensubstanz in die Biosgasanlage, um Energie zu erzeugen. 

"Vorgehensweise nutzt mehreren Seiten"

„Die flüssige Gülle wird dann von großen Flächen als Dünger problemlos aufgenommen“, erzählt Meiners. Der Landwirt bereinigt somit nicht nur das Auffangbecken, „sondern die abgefahrenen Nährstoffe verschwinden auch aus meiner Bilanz“, betont er. „Die Vorgehensweise nutzt mehreren Seiten, denn ich entlaste meine Düngebilanz, und der aufnehmende Landwirt bringt separierte Gülle aus mit Nährstoffen, die er benötigt“, so Meiners. Die Gesetzeslage sei sehr streng, die Fülle- und Düngeverordnung transparent und aufgrund des sogenannten qualifizierten Flächennachweises und vieler Überprüfungen werde hier nicht getrickst. „Die Papiere müssen stimmen“, unterstrich er. Auf der anschließenden Pressekonferenz im Hotel „Saller See“ mit Vertretern der AVD und des VEL erläuterte Hauptgeschäftsführer Lambert Hurink aus Meppen ausführlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen. 


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