Behandlung von Krebspatienten Neue Klinik entsteht im Thuiner Elisabeth-Krankenhaus

Marc Tilgner wird Chefarzt der am Elisabeth-Krankenhaus Thuine der Niels-Stensen-Kliniken neu entstehenden Klinik für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin. Foto: Elisabeth-Krankenhaus ThuineMarc Tilgner wird Chefarzt der am Elisabeth-Krankenhaus Thuine der Niels-Stensen-Kliniken neu entstehenden Klinik für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin. Foto: Elisabeth-Krankenhaus Thuine

Thuine. Im Elisabeth-Krankenhaus Thuine der Niels-Stensen-Kliniken wird eine neue Klinik für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin eingerichtet. Chefarzt wird ab April Marc Tilgner (47), der zuletzt die Klinik für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin am Ludmillenstift in Meppen leitete.

Mit dieser überraschenden Neuigkeit wartete Werner Lullmann, Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken mit Sitz in Osnabrück, im Rahmen der Bürgerversammlung in Thuine auf. Er stellte ein Jahr nach Übernahme der Trägerschaft des Thuiner Krankenhauses von den Thuiner Franziskanerinnen durch die Niels-Stensen-Kliniken den nach dem Universalgelehrten, Arzt und Bischof benannten Verbund vor. Dabei beleuchtete er die Herausforderungen und Ziele des Zusammenschlusses von zahlreichen Krankenhäusern in der Region und stellte die Perspektiven für das Elisabeth-Krankenhaus vor.  

Die Trägerschaft des Elisabeth-Krankenhauses, des Demenz-Pflegeheims St. Katharina und vom Hospiz St. Veronika ist am 1. Januar 2018 vom Orden der Thuiner Franziskanerinnen offiziell an den Verbund der Niels-Stensen-Kliniken des Bistums Osnabrück übergeben worden. Foto: Carsten van Bevern


Mittelfristige Ziele seien die Stärkung bestehender medizinischer Angebote sowie die Etablierung weiterer medizinischer Disziplinen und Subdisziplinen. Zudem sei die Entwicklung einer baulichen Gesamtzielplanung auf Grundlage des medizinischen Konzeptes angedacht.   „Es ist unser Ziel und Auftrag, das Elisabeth-Krankenhaus zu erhalten und weiter auszubauen“, betonte der gebürtig aus Venhaus stammende Lullmann: "Dazu ist eine weitere Spezialisierung in Abstimmung mit anderen Krankenhäusern in der Region erforderlich. Eine weitere Disziplin ist in Planung, dazu wird es in Kürze entsprechende Gespräche geben." Es sei wahrscheinlich, dass dafür erhebliche Baumaßnahmen erforderlich seien.   

"Hohe Akzeptanz in der Bevölkerung"

Ausdrücklich würdigte der Geschäftsführer die "anerkannt hohe fachliche Kompetenz des gesamten Teams und die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung". Schwerpunkte im Elisabeth-Krankenhaus sind die Innere Medizin (Gastroenterologie, Palliativmedizin und ab dem 1. April auch Hämatologie/Onkologie), Chirurgie (Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie/Orthopädie) sowie Gynäkologie. Es werden im Jahr etwa 5000 Patienten stationär und 9000 Patienten ambulant von 350 Mitarbeitern behandelt. "Einen hervorragenden Ruf haben zudem die Fachpflegeeinrichtung St. Katharina mit 55 Plätzen und das Hospiz St. Veronika mit acht Plätzen.

Das Elisabeth-Krankenhaus in Thuine mit der Demenz-Pflegeeinrichtung St. Katharina in Form einer liegenden Acht. Das Foto ist 2009 noch vor dem Bau des stationären Hospizes St. Katharina entstanden. Foto: Richard Heskamp


Der neue Chefarzt, der bis 2015 als Oberarzt in der Klinik für Onkologie am Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken tätig war, hat zuletzt drei Jahre als Chefarzt die Klinik für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin am Ludmillenstift in Meppen geleitet. Hier absolvierte Tilgner auch seine Ausbildung zum Facharzt der Inneren Medizin und erwarb nachfolgend im Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart die Schwerpunktbezeichnung Internistische Onkologie und Hämatologie. Zudem ließ er sich hier zum Palliativmediziner ausbilden. Zu seinem Leistungsspektrum gehört auch die Behandlung hämatologischer Erkrankungen sowie die individuelle Therapie von Krebserkrankungen.

Diagnose und Behandlung

In der neuen Klinik werden bösartige Erkrankungen des Blutes und Tumore aller Organe behandelt. Das Angebot umfasst die Diagnostik, medikamentöse und kombinierte Behandlungsverfahren, Nachsorge, Schmerzbehandlung und die palliative Versorgung von Krebspatienten. Für diese Nachrichten gab es auf der Bürgerversammlung großen Beifall –  zumal man sich doch immer wieder Sorgen um die Zukunft des Hauses mache, so ein Besucher der Versammlung.


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