Große und kleine Konzerte Beestener Schola überzeugt mit starken Stimmen und grünen Krawatten

Ein Baustellenkonzert gaben die Mitglieder der Beestener Schola für die Kirchenrnovierung. Markenzeichen sind ihre grünen Krawatten. Foto: Beestener ScholaEin Baustellenkonzert gaben die Mitglieder der Beestener Schola für die Kirchenrnovierung. Markenzeichen sind ihre grünen Krawatten. Foto: Beestener Schola

Beesten. Das Markenzeichen sind die grünen Krawatten und starker Stimmenklang: Seit 23 Jahren fühlt sich die Beestener Schola als "große Familie".

Es war im Jahr 1995, als der 18-jährige Organist Helmut Schumacher die Beestener Schola gründete. Der damalige Dirigent wurde Priester, feierte 2009 in der St. Servatius-Kirche seine Heimatprimiz, die die Schola wie auch die Priesterweihe im Dom zu Osnabrück unter der Leitung von Gaby Jansen musikalisch umrahmte. 

Seit 16 Jahren dirigiert Gaby Jansen den vierstimmigen Chor, bekannt als Beestener Schola. „Unser erstes großes Weihnachtskonzert gaben wir 2008 unter Mitwirkung des Lingener Kammerorchesters“, erzählt die Dirigentin. Damals waren es nur Beestener, doch einige verzogen oder verließen die Schola. Inzwischen singen Frauen und Männer natürlich aus Beesten, aber auch aus Schapen, Spelle, Lünne oder Lingen im Chor. 

36 Mitglieder

36 Mitglieder zählt er, einige sind zwischen 15 und 20 Jahren jung, andere seit der Gründung dabei. So wie die Vorstandsvorsitzende Ulrike Weßling. „Mit dem Nachwuchs verhält es sich wie in anderen Vereinen und Chören. Es läuft langsam an“, verrät sie. Langjährige Mitglieder bringen ihre Kinder mit, die dann schon mal Chorgeruch schnuppern dürfen. Bekannt ist die Beestener Schola durch ihre grünen Krawatten, ein Markenzeichen des Chores. 

Musikalisch beeindruckt der Chor nicht nur in der Heimatkirche, wie beim Baustellenkonzert im Oktober. Umfangreich wurde das Gotteshaus innen renoviert, der Altarraum war noch eingerüstet, „als wir quasi auf einer Baustelle ein Konzert gaben“, berichtet der Schriftführer Jens Terbeck. Es war ein „Highlight für die fast 300 Besucher in der gut gefüllten Kirche, zumal wir den Erlös für die Renovierung spendeten“, sagt Gaby Jansen. 

Große und kleine Auftritte

Solch große Auftritte finden alle zwei Jahre statt. Zu kirchlichen Hochfesten in Beesten oder auf Dekanatsebene übernimmt die Schola den musikalischen Teil. Nicht nur in St. Servatius Beesten, sondern auch in den anderen Kirchen der Pfarreiengemeinschaft und in Lingen sind Sie schon aufgetreten. Auftritte zu Hochzeiten und Taufen übernimmt die Schola gerne, jedoch nicht in voller Besetzung. „Dazu kann man uns engagieren“, erwähnt Ulrike Weßling. Geprobt werde immer mittwochs jeweils 90 Minuten, „und meistens sind alle anwesend“, sagt die Chorleiterin. 

Seit 16 Jahren leitet Gaby Jansen die Beestener Schola. Foto: Annette Bekel


Die „gute Gemeinschaft“ mache den Chor aus, es herrsche eine gute Stimmung. „Wir arbeiten sehr konzentriert, versuchen das Beste aus dem Chor herauszuholen und das gelingt mit einem Lächeln auf den Lippen recht gut“, berichtet Gaby Jansen. "Wir probieren so einiges aus, seien es Gospel, klassische Stücke, sakrale oder weltliche Lieder." Gesungen wird, was Spaß macht, und zwar in deutscher, englischer oder französischer Sprache. „Auch plattdeutsche Lieder finden großen Anklang“, erwähnt Jens Terbeck. 

CD-Aufnahme

Gerne erinnere man sich an das Konzert mit dem Lingener Kammerorchester, an die CD-Aufnahme mit der Bandunterstützung, der Mitgestaltung einiger Jugendvespern im Dom zu Osnabrück, das Luther-Pop- Oratorium in der Emslandarena, als die Beestener Schola zu den 333 Musikern gehörte. Nie vergessen wird die Beestener Schola, die sich als „große Familie“ fühlt, ihren Auftritt 2000 im Petersdom, wo sie ihre Sangeskunst während der Abendmesse darbieten konnte. 

Gemeinschaftsaktionen

Neben dem Singen werden immer wieder Gemeinschaftsaktionen durchgeführt wie Wanderungen auf dem Hermannsweg bei Osnabrück. Bereits jetzt bereitet sich der Chor auf den Sonntag, 27. Oktober 2019 vor. „Pop meets church“ lautet der Titel des großen Konzerts mit Bandbegleitung. „Mit dieser Aufführung wollen wir unterschiedliches Liedgut mit den Themen und Bereichen Kirche und Glauben verbinden“, sagt Gaby Jansen. Und auch das 25-jährige Chorjubiläum in 2020 wirft seine Schatten voraus. Die Chormitglieder erleben sich immer wieder als große Gemeinschaft, „in der sich Jung und Alt wohlfühlen“, betont Ulrike Weßling. Noch sei Zeit, sich der Schola für das kommende Konzert anzuschließen. Neue Chorsängerinnen und Chorsänger sind immer herzlich willkommen“, erwähnt die Chorleiterin.  


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