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Kickstarter-Kampagne ab 23. November Startup in Thuine: Hüne produziert Spieltische für Brettspieler

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Adrian und Magnus Kuiter haben mit Hüne ein Unternehmen gegründet, das Spieltische verkauft. Foto: HüneAdrian und Magnus Kuiter haben mit Hüne ein Unternehmen gegründet, das Spieltische verkauft. Foto: Hüne

Essen. Als einer der ersten beiden Anbieter in Deutschland stellt das Startup-Unternehmen Hüne aus dem emsländischen Thuine künftig Spieltische her. Damit bedient es die Nachfrage der immer größer werdenden Fangruppe von Brett- und Tabletop-Spielen.

Vor rund einem Jahr wurden die ersten Prototypen entwickelt, nun steht bald der Verkaufsstart an. Die Brüder Adrian und Magnus Kuiter aus Thuine steigen mit der neu gegründeten Firma Hüne in den Markt für Spieltische ein. Das sind Tische mit doppelten Boden. Spiele können auf der unteren Ebene aufgebaut bleiben, wenn die Platten des oberen Bodens eingelegt werden. Das analoge Spiel bleibt quasi gespeichert, während der Tisch zum Essen oder Arbeiten genutzt wird.

Abdeckplatten teilweise eingelegt: Auf der einen Seite kann gefrühstückt, auf der anderen gespielt werden. Foto: Hüne

"Von Spielern für Spieler entwickelt"

Für die Kuiters ist der Einstieg in dieses Geschäft auch eine Herzensangelegenheit, denn beide sind begeisterte Spieler seit Kindestagen. "Von Spielern für Spieler entwickelt", lautet deshalb auch ihr Motto. Zudem gehen sie mit dem neuen Geschäftsmodell kein großes Risiko ein, denn die Infrastruktur ist längst aufgebaut. Beide sind beschäftigt in der Thuiner Tischlerei Kuiter (Innenausbau und Messebau), die unter anderem ihr Vater als Geschäftsführer leitet. Mit ihrer Idee wollen die beiden Enddreißiger nun die Auslastung des vor allem auf Messebau spezialisierten Unternehmens weiter erhöhen.

Bei Spieltischen können die Abdeckungen der oberen Platte abgenommen werden, um auf einer zweiten Fläche zu spielen. Foto: Hüne

Kickstarter-Kampagne ab dem 23. November

Das Interesse in der Spieleszene an den Hüne-Tischen ist bereits geweckt. Dank sozialer Netzwerke wie Facebook und Twitter haben die Emsländer in den vergangenen Monaten nach und nach Informationen gestreut. Präsentiert haben die Brüder ihre Tische erstmals Ende Oktober auf der "Spiel '18" in Essen, der weltgrößten Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele. "Wir hatten den Eindruck, dass unsere Produkte, unser gesamtes Konzept und unser Marketing gut angekommen sind in der Branche", zieht Adrian Kuiter ein Fazit. Zu kaufen gab es ihre Produkte allerdings noch nicht. Das geht erst ab dem 23. November. An diesem Tag will  Hüne auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter eine 30-tägige Kampagne starten. Ab dann können die ersten Tische geordert werden. Ursprünglich sollte die Kampagne bereits am 16. November starten.

Die fernbedienbare LED-Beleuchtung gehört zu den Extras. Foto: Hüne

Basismodell zum Einsteigerpreis

Hüne offeriert zu Beginn Tische in drei unterschiedlichen Größen. In der vermutlich gebräuchlichsten Größe von 183x108 Zentimeter (innere Spielfläche: 160x85 Zentimeter) soll das Basismodell 649 Euro kosten – ein Einsteigerpreis in der Welt der Spieltische, in der die massiveren Modelle ausländischer Hersteller deutlich teurer sind. Freilich fallen Zusatzkosten an, wenn Kunden Extra-Ausstattung wie Abdeckplatten, LED-Beleuchtung im Tisch oder Zubehör wie Getränkehalter, Würfeltürme oder Regelbuchablagen wünschen. Die Tische gibt es in acht unterschiedlichen Dekoren – von hell bis dunkel. Zum Basisset gehört zudem eine wasserabweisende Spielmatte des Herstellers Kraken, die Würfelgeräusche dämmt, Karten leichter aufnehmen lässt und Atmosphäre schafft.

Zubehör: Ein Würfelturm kann an den Spieltisch geklemmt werden. Foto: Hüne

Aufbau nach dem Ikea-Prinzip

Plan der Kuiters ist es, mit den Tischen in Serienproduktion zu gehen und alle Teile im Lager vorrätig zu halten, um Aufträge schnell abwickeln zu können. Die Tische sollen dann in Einzelteilen zu den Kunden verschickt werden. Versandkosten innerhalb Deutschlands: 39 Euro. Der Aufbau folgt dem Ikea-Prinzip. 

Der Name Hüne soll Wertigkeit ausdrücken. Foto: Hüne

Beinahe zeitgleich mit Hüne, dessen Name für Wertigkeit und Stärke stehen soll, ist mit Kapplex in Bayreuth ein zweiter deutscher Hersteller von Spieltischen an den Start gegangen. Dessen Crowdfunding-Kampagne läuft bereits seit Ende Oktober auf der Plattform Spieleschmiede, scheint jedoch nicht erfolgreich zu enden.


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