„Wok Wok Wok“ ruft die Knoblauchkröte Figurentheater Hille Pupille spielt in Andervenne für die Artenvielfalt

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Die heimische Tier- und Pflanzenwelt muss bunt bleiben: Das  Figurentheater Hille Pupille sensibilisierte an der Grundschule Andervenne mit viel Spaß und ohne moralischen Zeigefinger für den Arten- und Naturschutz. Foto: Anne BremenkampDie heimische Tier- und Pflanzenwelt muss bunt bleiben: Das  Figurentheater Hille Pupille sensibilisierte an der Grundschule Andervenne mit viel Spaß und ohne moralischen Zeigefinger für den Arten- und Naturschutz. Foto: Anne Bremenkamp

Andervenne Es summte, brummte, zwitscherte und blühte lebendig in der Turnhalle der Grundschule Andervenne. Dort gastierte das Figurentheater „Hille Pupille“ aus Dülmen mit dem Stück „Wok Wok Wok ruft die Knoblauchkröte“.

Im Auftrag des Hot-Spot-Projekts „Wege zur Vielfalt - Lebensadern auf Sand“ und mit Unterstützung der Naturschutzstiftung des Landkreis Emsland amüsierte das kreative Bühnenspiel ihr junges Publikum nicht nur auf das Feinste, sondern sensibilisierte vor allem auch dafür, wie lebenswichtig für die Menschen der Schutz der Natur und der Artenvielfalt ist.

Gebannt verfolgten die Kinder der Grundschulen Andervenne und Handrup sowie die Vorschulkinder der Kindertagesstätte Andervenne, wie die Knoblauchkröte Käthe sich um ihren Laich sorgt, der in dem trüben, verschmutzten, überdüngten und vermüllten Tümpel einfach nicht gedeihen will. Die mehr als 100 Mädchen und Jungen lachten über den quirligen Fischotter Otto, die nektarliebende Wildbiene Hanni, die gebänderte Prachtlibelle Henry, die kluge Schlingnatter Sir Alfred, die ihren tschilpenden Nachwuchs treu umsorgende Uferschwalbe Susi und die farbenfrohen und munter plaudernden Wildblumen.

Erhalt einer erlebbaren Landschaft

Sie fieberten aber auch mit, wie diese gefährdeten Tiere und Pflanzen, allesamt heimisch auch im Hotspot 22 im südlichen Emsland, um ihr Überleben kämpfen müssen. Und nicht zuletzt der Mensch trägt Schuld daran. Denn auch wenn viele Menschen schon erkannt haben, dass sie auf die Natur viel mehr Rücksicht nehmen müssen, so werden doch nach wie vor die Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten verdrängt, reduziert oder endgültig zerstört. Der Hotspot 22 „Lebensadern auf Sand“ liegt im südlichen Emsland und der nördlichen westfälischen Bucht und ist eine von deutschlandweit 30 „Schatzkisten der Natur“, die von der Bundesregierung zur Umsetzung des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“ ausgewählt wurden. In diesen Regionen mit einer besonders hohen Dichte und Vielfalt an charakteristischen Tier- und Pflanzenarten sollen beispielhafte Wege zum Erhalt und zur Entwicklung einer erlebbaren Landschaft aufgezeigt werden.

Ohne Zeigefinger

Das preisgekrönte Theater Hille Pupille hat sich mit gesellschaftsrelevanten Themen und den kindgerechten Inszenierungen als „Das ganz besondere Schultheater“ etabliert. Den Hille-Pupille-Akteuren Hille und Klaus Menning gelang es auch in Andervenne nicht nur glänzend, ihren charismatisch kreierten Figuren vor einem liebevoll in Szene gesetzten Bühnenbild authentische Lebendigkeit zu verleihen. Sie inszenierten auch einfühlsam große Lebenszusammenhänge in kurzen, prägnanten Spielszenen, zeigten die großen und kleinen Folgen eines unachtsamen Umgangs mit der Natur auf und schlugen alternative Verhaltensmöglichkeiten vor – dies alles aber ohne moralischen Zeigefinger. Ihre Botschaft: „Weniger ist mehr, weniger ist gut.“


Die Naturschutzstiftung des Emslands finanziert zehn Aufführungen des Umweltbildungstheaters „Wok Wok Wok ruft die Knoblauchkröte“ an emsländischen Grundschulen. Fünf Vorführungen sind bereits vergeben, weitere interessierte Schulen können sich bei der Hotspot-Projektleiterin Maike Hoberg unter maike.hoberg@emsland.de informieren.

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