Stichtag am 15. September 2018 Baufördermittel in Freren und Thuine stark nachgefragt

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Ansprechpartner für die derzeit laufenden Dorfentwicklungen in Freren und Thuine sind (von links): Planer Jörn Thiemann vom Planungsbüro Peter Stelzer, Frerens Bauamtsleiter Paul Thünemann, Thuines Bürgermeister Karl-Heinz Gebbe sowie Frerens Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz.Ansprechpartner für die derzeit laufenden Dorfentwicklungen in Freren und Thuine sind (von links): Planer Jörn Thiemann vom Planungsbüro Peter Stelzer, Frerens Bauamtsleiter Paul Thünemann, Thuines Bürgermeister Karl-Heinz Gebbe sowie Frerens Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz.

Freren/Thuine. Die Nachfrage von privaten Bauherren nach Fördermitteln aus dem Dorfentwicklungsprogramm ist in Thuine und vor allem in Freren weiter sehr hoch. Bearbeitet wurden bislang 116 Anfragen für Projekte in Freren und 35 in Thuine. Nächster Stichtag für Förderanträge ist der 15. September 2018.

Als "ungewöhnlich hoch" bezeichnete Jörn Thiemann vom Planungsbüro Peter Stelzer in Freren das Interesse privater Bauherren nach Unterstützungen aus dem Förderprogramm: "In keinem anderen von uns betreuten Dorfentwicklungsverfahren war das Interesse privater Bauherren auch nur annähern so groß." Seit 2013 und Vorlage eines Dorfentwicklungsplanes können Förderungen beantragt werden, in Freren sind seitdem 116 Anträge von 97 potenziellen Antragstellern bearbeitet worden. Antragstellungen sind mindestens bis 2022 möglich, der nächste Stichtag zur Abgabe der Unterlagen ist der 15. September 2018.


"Die Nachfrage nach Fördermitteln im Rahmen der Dorfentwicklung ist in Freren ungewöhnlich hoch"Jörn Thiemann vom begleitenden Planungsbüro Peter Stelzer


Die baulichen, verkehrstechnischen und kulturellen Verhältnisse in kleinen Gemeinden sollen durch das Dorfentwicklungsprogramm (früher Dorferneuerung) mithilfe von Fördergeldern des Landes, des Bundes und der EU verbessert werden. Auch private Bauherren können davon profitieren, wenn sie zum Beispiel in die Sanierung von ortsbildprägenden Gebäuden oder in Außenbereiche wie Hofräume investieren.


Das Objekt Königstraße 4 in Frerens Stadtmitte vor dem im Rahmen der Dorfentwicklung geförderten Umbau von einem Wohn- und Geschäftshaus zu einem reinen Wohnhaus. Foto: Planungsbüro Peter Stelzer


"20 Objekte und 6 angedachte Vorhaben waren im Rahmen der Dorfentwicklung nicht förderfähig, 54 Anträge wurden bislang aber komplett vorbereitet", erklärte Thiemann in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Sieben Anträge sind laut dem Planungsingenieur auch bereits zum kommenden Stichtag in Vorbereitung, die Maßnahmen sollen 2019 realisiert werden.

39 private Baumaßnahmen vor allem zur Verbesserung der Agrarstruktur und zum Erhalt ortsbildprägender Bausubstanz sind laut Thiemann im Zuge des Förderprogramms bereits bewilligt worden. Die Zuschüsse  belaufen sich dafür insgesamt auf knapp 645.000 Euro, inklusive dem Eigenanteil der Bauherren wurden und werden damit in Freren gut 2,25 Millionen Euro investiert. 21 Förderanfragen kamen von Landwirten, 20 Anfragen beziehen sich auf eine ehemalige landwirtschaftliche Hofstelle und 56 Anfragen kamen aus dem nicht-landwirtschaftlichen Bereich.


Und das Objekt Königstraße 4 in Freren nach dem im Rahmen der Dorfentwicklung geförderten Umbau des ehemalugen Wohn- und Geschäftshauses. Foto: Planungsbüro Peter Stelzer


Die Gemeinde Thuine befindet sich seit 2014 in der Dorfentwicklung, dort sind nach Aussage von Thiemann bislang 35 Objekte von 30 potenziellen Antragstellern bearbeitet worden: "12 Anträge wurden bereits eingereicht und acht Zusagen für Zuschüsse über insgesamt knapp 115.000 Euro liegen uns bereits vor." Ergänzend zum Dorfentwicklungsprogramm hat die katholische Kirchengemeinde zudem einen Förderantrag über die Maßnahme "Kulturerbe" zur Sanierung des Turms der St.-Georg-Kirche eingereicht. "Dabei sollen im Turm beschädigte Holzteile ausgetauscht und der diffusionsdichte Farbanstrich entfernt werden", erklärte Thuines Bürgermeister Karl-Heinz Gebbe. Die Gesamtkosten für die Turmsanierung liegen bei knapp 52.000 Euro, die Förderung maximal bei knapp 21.000 Euro.


"Viele Privatleute scheinen auf dieses Förderprogramm gewartet zu haben"Godehard Ritz, Frerens Samtgemeindebürgermeister


„An vielen Stellen tragen die Projekte der privaten Eigentümer in Freren und Thuine bereits zur Verschönerung des Ortsbildes bei. Ich finde es gut, wenn private Eigentümer auch weiterhin in diesem Umfang die Chance nutzen und Fördermittel für ihre Maßnahmen beantragen. Viele scheinen auf diese Fördermöglichkeit ja auch gewartet zu haben“, erklärte der Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz vor dem Hintergrund der großen Nachfrage nach diesen Fördermitteln.


Fördergelder auch für Privatleute

Die Dorfentwicklung (früher Dorferneuerung) ist ein staatliches Förderprogramm zur Verbesserung der baulichen, verkehrstechnischen und kulturellen Verhältnisse in kleinen Gemeinden.

Mit den Fördergeldern aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln werden neben öffentlichen auch private Maßnahmen unter anderem zur Erhaltung von ortsbildprägender Bausubstanz gefördert.

Künftig sollen auch sogenannte lokale Basisdienstleistungseinrichtungen zur Versorgung der ländlichen Bevölkerung gefördert werden – dies können Dorfläden, barrierefreie Grundversorgungseinrichtungen oder Dienstleistungsagenturen sein.

Der Fördersatz beträgt mindestens 25 Prozent. Der Zuschuss muss dabei mindestens 2500 Euro betragen, maximal sind 50 000 Euro möglich.

Die Stadt Freren ist 2010 und die Gemeinde Thuine 2014 in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen worden.

Ansprechpartner für Bauherren in Freren und Thuine, die Fördergelder nutzen wollen, ist im Rathaus der Samtgemeinde der Bauamtsleiter Paul Thünemann unter 0 59 02/95 02 14 sowie E-Mail Thuenemann@ freren.de und beim örtlichen Planungsbüro Stelzer Jörn Thiemann unter 0 59 02/ 50 37 02 24 oder E-Mail thiemann@regionalplan-uvp.de.

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