Helfer werden noch gesucht Mittagstisch für alle ab Herbst in Freren geplant

Von Carsten van Bevern

Bürgerbefragung der Mitglieder der Generation 60+ in der Samtgemeinde Freren: Vertreter der Verwaltung, der Kirchengemeinden, der Politik, aus dem Ehrenamt, dem Seniorenrat und des Caritasverbandes Emslandes fanden sich dafür Ende 2017 zusammen. Foto: Carsten van BevernBürgerbefragung der Mitglieder der Generation 60+ in der Samtgemeinde Freren: Vertreter der Verwaltung, der Kirchengemeinden, der Politik, aus dem Ehrenamt, dem Seniorenrat und des Caritasverbandes Emslandes fanden sich dafür Ende 2017 zusammen. Foto: Carsten van Bevern

Freren. Ein Mittagstisch für alle soll im Herbst 2018 im Vitushaus in Freren starten. Aktuell werden für das aus der Bürgerbefragung der Generation 60+ entstandene Projekt noch ehrenamtliche Helfer gesucht. Bei der Umfrage hatten viele Bürger aus der ganzen Samtgemeinde ihre Hilfe für dieses und vergleichbare Projekte angeboten.

769 Mitglieder der Generation 60+ haben sich Ende 2017 in einer großen Bürgerbefragung zu ihrer Lebenssituation, ihren Interessen und Wünschen geäußert. Die ersten Ergebnisse waren im März vorgestellt worden, jetzt liegen auch die detaillierten Ergebnisse für die Mitgliedsgemeinden Andervenne, Beesten, Freren, Messingen und Thuine vor.

Wunsch nach Gemeinschaft

Ein Ergebnis der Umfrage war, dass sich viele Bürger auch durchaus ein ehrenamtliches Engagement vorstellen können – für jeden Bereich meldeten sich mehr Freiwillige als Bürger, die Hilfe in Anspruch nehmen würden. Vielfach wurde dabei allerdings der Wunsch nach Gemeinschaft bekundet. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe der „Bürgerbefragung Generation 60+“ aus Politik und Kirche, der Caritas, dem Seniorenbeirat und der Kerngruppe 60+ haben sich nun für einen „Mittagstisch für alle“ als erstes daraus entstandene Projekt entschieden.

„Der Mittagstisch soll im Herbst im Vitushaus starten und für alle aus der Samtgemeinde Freren, egal welchen Alters, welcher Konfession und welcher Kultur offen sein“, erklärte die Katechetin in der Seniorenpastoral der Pfarreiengemeinschaft Freren, Anneliese Heymann, in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Sie ist neben der Ehrenamtlerin Elisabeth Bischoff für dieses Projekt zuständig.

25 bis 30 Helfer gesucht

Gesucht werden jetzt noch 25 bis 30 Helfer, die den generationenübergreifenden Mittagstisch in Viererteams ehrenamtlich betreuen, die Tische eindecken, das gelieferte Essen in Schüsseln füllen, servieren, abräumen, die Küche aufräumen oder auch Teilnehmer abholen und wieder nach Hause bringen. Erste Helfer gibt es laut Heymann bereits. Das Planungsteam bietet am Dienstag, 11. September, um 18 Uhr im Vitushaus in der Goldstraße 17 dazu auch eine unverbindliche Informationsveranstaltung für alle interessierten Bürger an. Zudem sollen das neue Angebot und die Möglichkeit zur Teilnahme auch noch in den Gottesdiensten und auf Flyern vorgestellt werden.

Weitere Projekte möglich

Weitere Projekte für die Generation 60+ sollen aber möglichst bald folgen: Am 11. Oktober werden sich dazu die Mitglieder der Steuerungsgruppe der Bürgerbefragung zum nächsten Mal treffen. „Dabei könnte es um Projekte in den Bereichen Mobilität und Wohnformen gehen“, erklärte Anneliese Heymann. Größeren Unterstützungsbedarf haben die Umfrageteilnehmer weiterhin in den Bereichen „Computereinführung“, „kleinere Reparaturen im und am Haus“, Hilfe beim Einkauf oder für eine Begleitung bei Veranstaltungs- oder Ämterbesuchen angemeldet. In sämtlichen Bereichen haben aber deutlich mehr Bürger auch ihre Bereitschaft zur Hilfe angeboten – so stehen insgesamt 243 hilfesuchenden 666 Personen gegenüber, die ihre Hilfe angeboten haben.

„Starke religiöse Verwurzelung“

„Die Umfrage hat zum großen Teil bestätigt, dass das Zusammenleben in der Samtgemeinde Freren noch vielfach durch ein gegenseitiges, generationsübergreifendes Mit- und füreinander und auch durch eine starke religiöse Verwurzelung der Generation 60+ geprägt ist“, heißt es denn auch in dem Resümee der Befragungsauswertung. So gibt es denn auch bei den Ergebnissen kaum größere Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedsgemeinden.


2740 Senioren in der Samtgemeinde Freren

Nachbarschaftliche Beziehungen, kulturelle, sportliche und religiöse Angebote: Wie sind die im November 2017 insgesamt 2740 in Andervenne, Beesten, Freren, Messingen und Thuine lebenden Mitglieder der Generation 60+ mit den Angeboten in diesen Bereichen in der Samtgemeinde Freren zufrieden? Und wie wollen sie leben, wenn sie jetzt oder später auf Hilfe angewiesen sind?

Um diese Fragen besser beantworten zu können, hat die Samtgemeinde in Zusammenarbeit mit den katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde und mit Unterstützung des emsländischen Caritasverbandes Ende 2107 eine Fragebogenaktion gestartet. 2510 Personen waren dazu angeschrieben worden, 769 Personen und damit 31 Prozent haben an der vom Kuratorium Deutsche Altershilfe geförderten Umfrage teilgenommen. Diese Stiftung war 1962 unter anderem vom damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke und seiner Frau Wilhelmine zur Erarbeitung von Konzepten für mehr Selbstbestimmung und Lebensqualität im Alter gegründet worden. vb

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