„Fifa“-Turnier 64 Fußballfans spielen in Andervenne an der Konsole

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Mario Kühn (zweiter von rechts) hat Marco Biedermann (links) von Powerplay Events mit seinen „Fifa“-Turnieren nach Andervenne geholt. Foto: Christiane AdamMario Kühn (zweiter von rechts) hat Marco Biedermann (links) von Powerplay Events mit seinen „Fifa“-Turnieren nach Andervenne geholt. Foto: Christiane Adam

Freren. In Andervenne hat jetzt ein „Fifa“-Fußballturnier an der Spielkonsole stattgefunden.

64 Fußballfans haben sich in der Gaststätte Schmees in Andervenne in einem ganz speziellen Wettkampf miteinander gemessen: Nicht mit dem Fuß nämlich wurde der Ball bei den Turnieren gekickt, sondern an der Konsole steuern die Spieler ihre Mannschaft, die auf Fernsehbildschirmen gegen das gegnerische Team antrat. Organisiert wurde dieses Turnier zum Dauerbrenner unter den digitalen Fußballspielen „Fifa“ vom emsländischen Fanclub „Die Bazis 93“ und dem Inhaber von Powerplay Events, Marco Biedermann, der mitsamt seinem Equipment aus Brandenburg angereist war.

Spieler reisen von weit her an

Wer den Saal Schmees am Turniertag betrat, fand eine ganz eigene Welt vor. Die Spieler, die sich nicht nur aus dem Emsland, sondern ebenso aus dem Osnabrücker Land, dem Kreis Steinfurt und anderen Gebieten angemeldet hatten, trugen zumeist Trikots ihrer Lieblingsvereine. Auf den Bildschirmen spielten diese Vereine dann gegeneinander, und dies dermaßen realistisch, dass es den unbedarften Betrachter verblüffte.

Gute Stimmung und entspannte Atmosphäre

Jasmin Bahro war die einzige weibliche Teilnehmerin. „Eigentlich bin ich nur zum Zugucken gekommen, aber da jemand anderes ausfiel, bin ich als Ersatzspielerin kurzfristig eingesprungen“, erzählte die Quakenbrückerin, die mit ihrem Mann dieses Hobby teilt. Obschon sie leider schon nach der Vorrunde ausscheiden musste, habe ihr die Sache großen Spaß gemacht. „Hier ist alles gut organisiert. Der Beitrag ist mit sieben Euro echt günstig, und die Atmosphäre ist total entspannt“. Dies bestätigte auch Biedermann. „Ich organisiere diese Turniere seit Oktober letzten Jahres. Die Stimmung ist in den ländlichen Gebieten meistens ziemlich gut, man geht fair miteinander um. Und was die Bazis hier auf die Beine gestellt haben, ist einfach wunderbar“, war der Brandenburger voll des Lobes.

Ton ausgeschaltet

Faszinierend war es, die Spiele zu beobachten. Die Gesichter der einzelnen Fußballspieler sind dermaßen echt, da sie alljährlich abfotografiert und in das Programm eingearbeitet werden. Sogar spezielle individuelle Bewegungsmuster oder auch die originalen Fangesänge tauchen auf, je nachdem, für welche Mannschaft man sich entscheidet. Der Ton war allerdings in Andervenne ausgeschaltet, denn ansonsten wäre es wohl ein babylonisches Sprachengewirr gewesen bei all den unterschiedlichen Teams, für die die Konsolenspieler stellvertretend gekickt haben. Dass das Trikot des Bundesligisten FC Bayern München am häufigsten zu sehen war, verwunderte angesichts des ausrichtenden Fanclubs nicht.

Tombolo erbringt je 285 für Kindergärten

Stolz sind „Die Bazis 93“ auch darauf, dass sämtliche 750 Lose der Tombola verkauft worden sind, berichtete der zweite Vorsitzende Mario Kühn. Hier gab es durchaus attraktive Gewinne wie Deutschlandtrikots oder auch hochwertige Werkzeuge und vieles mehr, das gestiftet worden ist. „Je 285 Euro werden wir dem Kindergarten in Lengerich und dem in Andervenne spenden“, versprach Kühn.

Weitere Turniere im Emsland möglich

Die Nase vorn hatten am Ende Rico Lange aus Hagen am Teutoburger Wald auf Platz eins, Chris Völker aus Lengerich auf Platz zwei und auf dem dritten Platz Tom Jährling aus Quakenbrück. Alle drei erhielten Pokale von den Bazis, und vom Veranstalter Powerplay Events gab es Gutscheine für ein späteres Turnier nach Auswahl. Weitere „FIFA“-Turniere im Emsland seien übrigens durchaus möglich, betonte Biedermann.


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