Gregor Lonnemann gehört zum harten Kern Bei Regen am schönsten: Frühschwimmen im Waldfreibad Freren

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Gregor Lonnemann gehört zum „harten Kern“: Seit vielen Jahren kommt er jeden Dienstag und Donnerstag zum Frühschwimmen in das Waldfreibad nach Freren: Foto: Jessica LehbrinkGregor Lonnemann gehört zum „harten Kern“: Seit vielen Jahren kommt er jeden Dienstag und Donnerstag zum Frühschwimmen in das Waldfreibad nach Freren: Foto: Jessica Lehbrink

Freren. Es ist 7.05 Uhr am Donnerstag. Um diese Uhrzeit trinkt so mancher Zuhause seinen ersten Kaffee des Tages, bereitet sich auf den bevorstehenden Arbeitstag vor oder ignoriert gekonnt das schrille Klingeln des Weckers. Doch nicht Gregor Lonnemann: Wenn andere sich noch müde die Augen reiben, zieht der Beestener bereits seine letzten Bahnen im Waldfreibad in Freren.

Jeden Dienstag und Donnerstag besteht dort das Angebot für Frühschwimmer. Um 6.30 Uhr geht es los. Gregor Lonnemann gehört zum „harten Kern“, wie er selbst sagt. Schon zehn Minuten bevor Hemd und Hose gegen Schwimmkleidung eingetauscht werden, trifft sich der pensionierte, ehemalige Erste Samtgemeinderat mit fünf bis sechs anderen Frühschwimmern, „um noch ein wenig zu schnacken“. Im Wasser selbst bleibt dann aber jeder für sich. Der 67-Jährige genießt die Ruhe beim Schwimmen – eine gute halbe Stunde, zwei mal wöchentlich. Überfüllt, wie zur Stoßzeit am Nachmittag, hat er es nicht so gerne.

Schon als Kind im Waldfreibad

„Wer rastet, der rostet“, weiß der Rentner. Deshalb stehen auf seiner Liste der sportlichen Aktivitäten nicht nur das Schwimmen, sondern auch ausgiebige Spaziergänge, Tennis und Fahrradfahren. „Ich betreibe nun aber keinen Leistungssport“, sagt er schmunzelnd.

Frerener Damen hätten ihm das Frühschwimmen im Waldfreibad empfohlen. „Schon als Kind bin ich gerne hier hingekommen“, erinnert sich Lonnemann. Doch dann sei das Hobby in Vergessenheit geraten. 2007 habe er dann wieder mit dem regelmäßigen Schwimmen begonnen. „Seit 2008 hole ich mir immer eine Jahreskarte.“ Diese ist laut Schwimmmeistergehilfe, André Lager, sehr beliebt. „50 Euro kostet eine Jahreskarte für eine Einzelperson, 70 Euro für eine Familie.“

Die aufgehende Sonne genießen

Lager kennt seine „Wiederholungstäter“, seine Stammgäste. „Doch es gibt durchaus auch den einen oder anderen neuen Gast“, ergänzt er. Vor allem bei gutem Wetter finde das Angebot großen Zuspruch. Schon seit 23 Jahren ist Lager als Aufsicht im Waldfreibad tätig, kennt Namen und Gesichter vieler Badegäste. Eine herzliche Begrüßung, ein freundlicher Händedruck oder ein kurzer Plausch am frühen Morgen – für ihn selbstverständlich. Insbesondere Rentner kämen zum Frühschwimmen, aber auch einige Gäste, die vor der Arbeit „noch schnell eine halbe Stunde schwimmen möchten“. Draußen und im Wasser zu sein, während die Sonne vollends aufgeht, würden viele genießen. Und auch die angenehm warme Wassertemperatur von 28 Grad finden die meisten gut, meint Lager.

Fehlen? Nicht ohne Attest!

Für Lonnemann geht es nach dem Schwimmen erst einmal an den Frühstückstisch. Das habe sich schon so eingebürgert. Schwimmen am Dienstag und Donnerstag ist für ihn ein Muss: „Fehlen geht nur mit einem ärztlichen Attest“, sagt er scherzend. Selbst bei schlechterem Wetter zieht es ihn ins Freibad – oder besser gesagt, vor allem dann: „Wenn es regnet, wird es erst richtig schön. Dann steigt der Nebel auf dem Wasser so schön hoch. Das gibt es ein tolles Bild.“ Nur bei Gewitter sei Schluss; darauf besteht auch Lager.

Wechsel ins Hallenbad

Am liebsten würde Gregor Lonnemann noch bis in den Oktober im Freibad schwimmen, sagt er. Doch ab September ist der Wechsel ins Hallenbad angesagt. Nur gut für den passionierten Frühschwimmer, dass der Sommer noch etwas andauert und die Wettervorhersage auch in den nächsten Wochen Badespaß an der frischen Luft verspricht.


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