205.000 Euro werden investiert Frerens Alte Molkerei bald mit barrierefreiem Eingang

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Freren. Ende August wird der Kulturkreis Impulse in Freren in das zweite Veranstaltungshalbjahr 2018 starten. Nur wenige Tage vorher sollen die derzeit laufenden Bauarbeiten im dortigen Kulturzentrum Alte Molkerei abgeschlossen werden. Das Haus erhält einen barrierefreien Eingangsbereich und neue WC-Anlagen. Rund 205.000 Euro werden investiert.

Möglichst vielen Menschen die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen ermöglichen: Unter dieser Zielsetzung hat der Kulturkreis Impulse der Samtgemeinde Freren für einen neuen und komplett barrierefreien Eingangsbereich europäische Leader-Fördermittel beantragt. So fließen 61.158 Euro aus diesem Fördertopf in die auf insgesamt 205.000 Euro veranschlagte Baumaßnahme. Weitere knapp 130.000 Euro kommen als Zuschuss vom niedersächsischen Wissenschafts- und Kultusministerium. Den Rest der Bausumme trägt der Kulturkreis Impulse.

Hohe Zuschüsse

Am 20. Juni ist mit den Arbeiten begonnen worden. „Ende August sollen die Bauarbeiten pünktlich zum Start in das zweite Halbjahr abgeschlossen sein“, erklärte die Kulturkreis-Geschäftsführerin Britta Heidel jetzt in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Geplant ist die Umgestaltung des Eingangsbereiches mit dem Einbau eines Fahrstuhls sowie vergrößerte Wendeflächen und angepasste Treppenanlagen. Zudem soll die Treppe zum WC im Untergeschoss neu gestaltet werden. Im Zuge des Umbaus sollen die Böden im Sanitärbereich auch begradigt und die Sanitäranlagen komplett erneuert werden. Einen positiven Nebeneffekt hat der Umbau auch für die im Keller probende Drummerband Cobra: „Ihr Probenraum wird etwas größer, dafür erhalten wir im Lagerraum etwas Platz“, erklärte Heidel beim Rundgang über die Baustelle.

Sanierung seit 2009

„Neben mehr Barrierefreiheit und einer besseren Orientierung soll der Veranstaltungsort durch eine hellere und freundlichere Atmosphäre für alle Besucher insgesamt attraktiver werden“, hatte Frerens Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz auf einer LAG-Sitzung bei der Vorstellung des Projektes erklärt.

Im Jahr 2009 hatte als bislang größte Baumaßnahme der Ausbau des verfallenen Westflügels der Alten Molkerei Brüne begonnen, der letztlich in sechs Abschnitten realisiert wurde. An den Baukosten von rund 1,1 Million Euro beteiligten sich seinerzeit auch die Stadt und Samtgemeinde Freren mit 225.000 Euro. Den Rest übernahmen das Land Niedersachsen, der Landkreis Emsland und verschiedene Sponsoren. Dort befinden sich der Ausstellungs- und Veranstaltungsraum „Ems-Mädel-Halle“ mit angrenzender Terrasse und die Dauerausstellung „Lebenswege“. Die Räume im oberen Trakt hat die Kunstschule Spiel und Kunst (SpuK) bezogen. Eigentümer des Kulturzentrums ist die Stiftung „Alte Molkerei Freren“.

Rund 15.000 Besucher pro Jahr

Im großen Veranstaltungsraum, der sogenannten Butterhalle, finden jährlich zahlreiche Veranstaltungen des Kulturkreises statt. 2018 sind es insgesamt 51 Veranstaltungen. „Etwas mehr als 10.000 Besucher haben wir vom Kulturkreis pro Jahr, insgesamt kommen jährlich rund 15.000 Personen in die Alte Molkerei“, erklärte die Kulturkreis-Geschäftsführerin. In dem Gebäude entstand zudem ein Tanzstudio, im Dachgeschoss sind die Musikschule Nelly Heilmann und die Jüdische Geschichtswerkstatt „Samuel Manne“ von Lothar Kuhrts untergebracht, im Keller probt die Drummerband „Cobra“.

Bis zum 27. Juli befindet sich der Kulturkreis noch in der Sommerpause, das Büro ist aber am kommenden Mittwoch, 25. Juli, von 8 bis 12 Uhr besetzt. Karten für alle noch kommenden Veranstaltungen gibt es dort und im Internet noch mit einem Zehn-Prozent-Sommerrabatt. Nähere Infos unter www.impulse-freren.de.


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