Kriminalitätsstatistik vorgestellt „In der Samtgemeinde Freren kann man sicher leben“

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Seit Anfang 2018 leitet Marco Dall (Zweiter von links) die Polizeistation Freren. bei der offiziellen Einführung (v.l.): der damalige Leitende Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann, Marco Dall, dessen Vorgänger Polizeihauptkommissar Martin Papenbrock und Frerens Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz. Foto: Polizei/Dennis DickebohmSeit Anfang 2018 leitet Marco Dall (Zweiter von links) die Polizeistation Freren. bei der offiziellen Einführung (v.l.): der damalige Leitende Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann, Marco Dall, dessen Vorgänger Polizeihauptkommissar Martin Papenbrock und Frerens Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz. Foto: Polizei/Dennis Dickebohm

Freren. „In der Samtgemeinde Freren kann man sicher leben.“ Dies ist auf der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates das Fazit von Kriminalhauptkommissar Helmut Knieper nach der Vorstellung der Kriminal- und Unfallstatistik. Nur in der benachbarten Samtgemeinde Lengerich ist es 2017 zu weniger polizeilich registrierten Vorfällen gekommen.

374 Straftaten weist die Kriminalitätsstatistik 2017 für den Bereich der Samtgemeinde Freren aus, 248 davon konnten aufgeklärt werden. Zum Vergleich: In Emsbüren wurden in dem Jahr 408 Taten registriert, in der Samtgemeinde Lengerich waren es 238, in Salzbergen waren es inklusive dem Bereich des Autohofes Holsterfeld mit so einigen „Planschlitzern“ 569 und in der Samtgemeinde Spelle 597.

„Keine Probleme mit Flüchtlingen“

Acht Vorfälle gehen laut der Statistik dabei auf Flüchtlinge zurück. „Im Verhältnis zur Einwohnerzahl kann man damit sagen, dass wir in diesem Bereich keine Probleme haben“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Lis. Trotzdem kritisierte Lis noch einmal die 2009 erfolgte größere Umstrukturierung der Polizeiarbeit im Bereich des südlichen Emslandes: „Das ist für uns mit der deutlichen Verkleinerung unserer Station kein guter Schritt gewesen. Die Präsenz der Polizei vor Ort ist wichtig für unsere Bürger.“

Vier Stellen in Freren

Es gebe mit vier Stellen sicher keine Luxusbedingungen im Personalbereich. „Wir können hier vor Ort aber vernünftig arbeiten. Eng wird es nur manchmal in Urlaubszeiten oder bei Krankheitsfällen“, erklärte Polizeioberkommissar Marco Dall, der Anfang 2018 die Leitung der Polizeistation in Freren übernommen hat.

66 Prozent der Fälle sind aufgeklärt

Die Aufklärungsquote im Bereich Freren lag 2017 bei gut 66 Prozent. Diesen Wert bezeichnete Kriminalhauptkommissar Knieper, der die Station in Spelle leitet, auch als „gut“. Im Vorjahr hatte der Wert bei 58 Prozent gelegen. 70 sogenannte Rohheitsdelikte wie Körperletzung, Stalking oder Nötigung, 121 Diebstähle (darunter „nur“ vier Wohnungseinbrüche), 59 Vermögens- oder Fälschungsdelikte, 37 Sachbeschädigungen und 35 Rauschgiftdelikte weist die Statistik aus.

Zwei Mal Widerstand gegen die Staatsgewalt

Zu Widerstand gegen Polizisten ist es im Vorjahr in zwei Fällen gekommen und drei Straftaten wurden im Zusammenhang mit Schulen registriert. Zudem wurden fünf sogenannte Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und drei „Straftaten gegen das Leben“ aufgenommen – zu diesen zählen neben Mord und Totschlag auch Tötung auf Verlangen, ein Schwangerschaftsabbruch ohne ärztliche Feststellung oder fahrlässige Tötung. „Und diese bleiben auch in der Statistik, wenn ein Verfahren schließlich eingestellt wird“, erläuterte Knieper.


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