Baubeginn im Mai 2018 Rathaussanierung in Freren günstiger als geplant

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Das Frerener Rathaus wird energetisch umfassend saniert – nahezu zum Nulltarif für die SG Freren. Vor der Sanierung des Marktplatzes 2017/2018 wurden bereits die Erdsondenlöcher für die geplante Erdwärmeheizung gebohrt. Foto: Carsten Bäumer/Samtgemeinde FrerenDas Frerener Rathaus wird energetisch umfassend saniert – nahezu zum Nulltarif für die SG Freren. Vor der Sanierung des Marktplatzes 2017/2018 wurden bereits die Erdsondenlöcher für die geplante Erdwärmeheizung gebohrt. Foto: Carsten Bäumer/Samtgemeinde Freren

Freren. Im Mai 2018 soll mit der energetischen Komplettsanierung des Frerener Rathauses begonnen werden. Die Angebote der Handwerksbetriebe für die Baumaßnahme liegen bei knapp 1,02 Millionen Euro – und damit knapp 60000 Euro unter der Kostenschätzung.

„Mit diesem Ausschreibungsergebnis sind wir natürlich sehr zufrieden“, freute sich der Vorsitzende des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses, Johannes Lis. Die Ausschussmitglieder hatten sich zuvor vorbehaltlich der noch fehlenden Zustimmung des Rechnungsprüfungsamtes des Landkreises Emsland einstimmig für die Vergabe der Aufträge ausgesprochen. Lis und die weiteren Ausschussmitglieder lobten in diesem Zusammenhang die Planer und die Bauverwaltung der Samtgemeinde. „Wir sind auch froh, dass die meisten Aufträge an Firmen in der Region gehen“, ergänzte Lis.

Günstige Angebote

Die Auftragssumme beträgt 1,018 Millionen Euro, Planer und die Verwaltung hatten die Kosten zuvor auf 1,076 Millionen Euro geschätzt. Die Aufträge gehen laut der Verwaltungsvorlage für die Einblasdämmung für rund 6500 Euro an die Firma Wärme-Dämm-Technik in Emden (Kostenschätzung: 22500 Euro), für die Dämm- und Trockenbauarbeiten für 31123 Euro an Volkmann in Lingen und die Metallbau-, Verglasungs- und Sonnenschutzarbeiten für 298052 Euro an Kreativmetall in Lingen. Für rund 306000 Euro wird die Firma Klus in Lingen Dachdecker- und Klempnerarbeiten übernehmen, Pieper in Wallenhorst erhält den Zuschlag für die Gerüstarbeiten für knapp 25000 Euro, Knobbe in Freren für den Heizungsbereich (178556 Euro), Westendorf aus Klein Berßen für die Elektroarbeiten (121168 Euro) und Heuer&Löbel aus Senden für den Blitzschutz (7600 Euro). Die Photovoltaikanlage werden Mitarbeiter der Firma ZSD Solar aus Emsbüren für gut 44000 Euro installieren.

Rathaus ist 1974 bis 1976 gebaut worden

Mit den Baumaßnahmen soll das 1974 bis 1976 gebaute Rathaus zumindest energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. So sind Gebäudesubstanz und Technik in dem rund 1500 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Verwaltungsgebäude derzeit größtenteils auf dem Stand von 1976 beziehungsweise 1989, als der Verbindungstrakt zwischen Rathaus und Sparkasse nachträglich errichtet worden war. Gerade diese nicht mehr zeitgemäße Technik macht sich nun bezahlt: Hohe Zuschüsse aus verschiedenen Förderprogrammen, die Finanzierung des verbleibenden Eigenanteils durch ein mit 0,05 Prozent verzinstes Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie die erwarteten Energieeinsparungen in Höhe von 85,7 Prozent führen zu einer energetischen Komplettsanierung des Rathauses fast zum Nulltarif.

85,7 Prozent Energieeinsparung erwartet

Erneuert werden alle Fenster und Türen, Heizkörpernischen, die Sichtbetonstützen, das Flachdach, Kellerdecken und die Hohlschicht der Außenwände werden gedämmt. Zudem sollen die Gaskesselanlage gegen eine Sole/Wasser-Wärmetauschanlage, die Wärmepumpen und die Heizkörper ausgetauscht sowie LED-Lampen und dezentrale Lüftungsgeräte mit 85-prozentiger Wärmerückgewinnung installiert werden. Nach einer ersten Bauvorbesprechung noch im April soll laut dem Frerener Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz im Mai 2018 mit der Baumaßnahme begonnen werden.


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