Dieter Thünemann geehrt 25 Jahre an der Spitze der Kolpingsfamilie Messingen

Von Carsten van Bevern


Messingen. Nach 25 Jahren als Vorsitzender der Kolpingsfamilie Messingen hat Dieter Thünemann sein Amt abgegeben. Er erhielt dafür das Ehrenzeichen des Kolpingwerkes. Künftig leitet der Vorstand rund um ein dreiköpfiges Führungsteam den Verein.

35 Jahre lang war Dieter Thünemann im Vorstand der Messinger Kolpingsfamilie aktiv, ein Vierteljahrhundert engagierte er sich als Vorsitzender. „Der Name Thünemann und die Kolpingsfamilie Messingen sind eigentlich unzertrennlich. Schon dein Vater Leo führte lange Jahre die Geschicke des Vereins. Beide ward ihr Befürworter und Organisatoren der jeweiligen Jugendheime“, erklärte Messingens Bürgermeister Ansgar Mey, der sich gemeinsam mit seinem zweiten Stellvertreter Franz Focks für das „außergewöhnliche Engagement“ bedankte.

„Vor Ort etwas bewegt“

Jung und Alt gemeinsam mit in die Verantwortung für Gesellschaft und Kirche zu nehmen, das habe Thünemann laut dem Bürgermeister bei der Kolpingsfamilie in Messingen 25 Jahre ganz hervorragend geschafft: „Du hast dich bei deiner letzten Generalversammlung selbst als Mann der Basis bezeichnet. Das kann ich nur unterstreichen. Dir war immer wichtig, vor Ort etwas zu bewegen und zu helfen, wo auch immer Hilfe nötig war.“

Auch der Diözesanvorsitzende Norbert Frische aus Osnabrück bedankte sich im Namen des gesamten Diözesanverbandes persönlich bei Dieter Thünemann und überreichte ihm für dessen 35-jährige Vorstandsarbeit das Ehrenzeichen der Kolpingsfamilien im Kolpingwerk Deutschland.

„Netz der Aufmerksamkeit“

Thünemann will künftig nach eigener Aussage etwas kürzertreten und mehr Zeit für Privates haben. Aber nicht ausschließlich: Beim „Netz der Aufmerksamkeit“ als neuestem Projekt der Kolpingsfamilie will sich der ehemalige Vorsitzende weiter engagieren. Dieses Netz soll in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde und dem Gemeinderat funktionieren wie eine gute Nachbarschaft und in Notfällen unkompliziert Hilfe ermöglichen. „Unsere Idee ist, Hilfe in den Bereichen Gespräch, praktische Unterstützung, Fahrdienste und kleine finanzielle Unterstützung zu leisten. Nachbarschaftliche Dienstleistungen wie ein Einkauf oder punktuelle Unterstützung im Haushalt oder im Garten wollen wir dabei in den Vordergrund stellen“, hatte Thünemann bei der Vorstellung des Projektes in einem Gespräch mit unserer Redaktion erklärt. Es ist ein Projekt der seit einigen Monaten laufenden „Rückbesinnung auf die sozialen Ideen von Adolph Kolping“ und Neuaufstellung des Verbandes.

Künftig ein Leitungsteam

Unter dem Motto „Mut tut gut und bereit sein für Veränderungen“ stand auch die weitere Generalversammlung: Anstatt eines neuen Vorsitzenden oder einer Vorsitzenden wurde mit Alwine Röckener, Jens Wildermann und Heinz Thünemann ein dreiköpfiges Führungsteam gewählt, weitere Vorstandsmitglieder sind Doris Dreising, Maria Jacobs, Susanne Rauen, Bianca Smit, Dorothe Stemann, Dieter Scheffer, Ignatz und Klaus Theilen sowie Diakon Helmut Heitz als Präses.