CDU schlägt Änderungen vor Probleme mit neuer Vorfahrtsregelung in Freren

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Freren. Mit der Sanierung von Frerens Ortsmitte sind auch weitere Tempo-30-Zonen ausgewiesen worden. Mit der dort geltenden „Rechts-vor-links“-Vorfahrtsregelung kommen einige Autofahrer offensichtlich noch nicht zurecht: Bei der Einmündung der Franziskus-Demann- in die Bahnhofstraße hat es einen ersten Unfall gegeben. Die CDU-Stadtratsfraktion schlägt nun Änderungen vor.

In Tempo-30-Zonen gilt grundsätzlich die Vorfahrtsregel ,rechts vor links´. Für ältere ampelgeregelte Einmündungen besteht jedoch Bestandsschutz und laut dem ADAC sollen dort kreuzende Straßen eine annähernd gleich geringe Verkehrsbedeutung haben. „Keine der Straßen sollte dem ortsfremden Benutzer den Eindruck vermitteln, er befinde sich auf der wichtigeren Straße“, heißt es in einem Thesenpapier des ADAC schon zur Novelle der Straßenverkehrsordnung aus dem Jahr 2001.

Helfen gestrichelte Warnlinien?

Genau dies scheint aber im Bereich der Bahnhofstraße in Freren der Fall zu sein. „Bei vielen Autofahrern besteht vor allem im Bereich der Einmündung der Franziskus-Demann-Straße eine große Unsicherheit bezüglich der neuen Vorfahrtsregelung. Diese Situation ist unbefriedigend“, erklärte der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Lis auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Es sei dort auch bereits zu einem Unfall gekommen. Im Namen der Mehrheitsfraktion schlug Lis vor, mithilfe gestrichelter Linien auf die neue Regelung aufmerksam zu machen. „Ich stehe diesen gestrichelten Warnlinien skeptisch gegenüber und halte die Maßnahme auch für überzogen. Die Einbindung der Verkehrskommission unterstütze ich aber“, erklärte der pensionierte Polizist Klaus Dickebohm für die SPD-Fraktion.

Bislang ein Unfall

Den Unfall „vor rund drei Wochen“ bestätigte ein Sprecher der Polizeistation in Freren auf Nachfrage unserer Redaktion: „Es kommt dort täglich zu gefährlichen Situationen und nur dem umsichtigen Verhalten vieler Pkw-Fahrer ist es wohl zu verdanken, dass es dort noch nicht zu mehr Unfällen gekommen ist.“

Zum Zweiten äußerte sich Lis zur Situation auf der Lünsfelder Straße vor allem zwischen der Tankstelle und der Franziskus-Demann-Straße: „Dort gilt ebenfalls eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, viele fahren aber deutlich schneller.“ Von daher schlug er im Namen der CDU-Fraktion vor, auf der Straße – an der unter anderem das Schulzentrum, die Schwimmhalle, die Förder- und die Grundschule liegen – von der Tankstelle aus kommend kurz hinter der Abzweigung der Goldstraße mit großen Lettern „30 km/h“ aufzubringen.

Termin mit der Verkehrskommission

Da diese Maßnahmen nur in Zusammenarbeit mit der Verkehrskommission des Landkreises Emsland durchgeführt werden können, beauftragten die Mitglieder des Rates einstimmig die Verwaltung, mit der Kommission Kontakt aufzunehmen, um über die Situation vor Ort und mögliche Änderungen zu sprechen.


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