Info-Abend am 7. März 2018 Schnelles Internet in der SG Freren auf dem Vormarsch

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Viele Kilometer Glasfaser-Leerrohre werden ab März im Außenbereich der Gemeinden der SG Freren verlegt.Symbolfoto: Guido Kirchner/dpaViele Kilometer Glasfaser-Leerrohre werden ab März im Außenbereich der Gemeinden der SG Freren verlegt.Symbolfoto: Guido Kirchner/dpa

Freren. Bis Ende 2019 werden in der Stadt Freren fast alle und im Bereich der Samtgemeinde Freren die meisten Haushalte über einen schnellen Internetzugang verfügen – per Glasfaser, Richtfunk oder Kabel.

Freren. Im März wird dabei der Breitbandausbau im Außenbereich Frerens starten: 361 Haushalte besaßen dort zum Stichtag Anfang 2017 noch einen Internetanschluss mit einer Übertragungsrate von unter 30 Mbit pro Sekunde. 333 dieser Haushalte werden nun von der bundesweiten Förderung nach dem sogenannten Wirtschaftlichkeitslückenmodell profitieren und über Innogy kostenlos einen schnellen Glasfaserhausanschluss erhalten können.

„Mit der Verlegung des Glasfaserkabels wird die Firma Infratech Bau mit Sitz in Meppen im März in Setlage/ Overwater beginnen“, erklärte der in der Samtgemeindeverwaltung für dieses Projekt zuständige Mitarbeiter Carsten Bäumer bei der Vorstellung des Breitbandausbaus auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Fünf weitere Ausbaubereiche folgen, und zwar in der Reihenfolge: Beesten Süd/Suttrup, Messingen Süd/Beesten Nord, Andervenne/Freren-Geringhusen, Thuine/Messingen Nord, Freren-Venslage/Saller See. „Mitte 2019 werden die Arbeiten wohl abgeschlossen sein. Die Ausbauquote liegt bei 92 Prozent. Das ist auch aufgrund der umfangreichen Vorarbeiten des Landkreises ein hervorragender Wert“, erklärte Bäumer.

Hohe Zuschüsse vom Bund

Die Kosten für diesen Ausbau betragen nach den Angaben der Verwaltung gut 1,24 Millionen Euro. Eine Hälfte dieser Summe bezahlt der Bund (622.352 Euro), die andere Hälfte teilen sich der Landkreis Emsland und die Stadt Freren (jeweils 311.176 Euro). Jeder Glasfaseranschluss in der Stadt Freren wird damit durchschnittlich mit 3737 Euro gefördert.

„Für einen solchen Anschluss müssen die Grundstückseigentümer lediglich einen Nutzungsvertrag abschließen. Wer das noch nicht getan hat, sollte möglichst bald tätig werden“, erklärte Bäumer, der dabei jedem Bürger auch gerne behilflich ist. Von diesem Förderprogramm können aber nur die Haushalte profitieren, die bislang mit weniger als 30 MBit/s versorgt waren. „Um die, die durch dieses Raster fallen, werden wir uns natürlich kümmern. Eventuell kann ein Anschluss an das schnelle Glasfasernetz auch nach Abschluss des Förderprogramms stattfinden“, erklärte der Fachmann.

Infoveranstaltung am 7. März 2018

Zudem laden die Gemeinden der Samtgemeinde Freren und das RWE-Tochterunternehmen Innogy am Mittwoch, 7. März, um 19 Uhr in den Saal Lüns in Freren zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ein. Der Abend richtet sich vor allem an die Bürger, die in einem bislang mit Internet „unterversorgten“ Bereich (also weniger als 30 MBit/s) wohnen. Dies betrifft laut dem Unternehmen in der ganzen Samtgemeinde derzeit noch 867 Haushalte.

Zudem ist aktuell auch das Unternehmen EWE dabei, in Freren und in Thuine die Haushalte in den Ortskernen mit Glasfaserhausanschlüssen auszustatten. „75 Prozent des Frerener Stadtgebietes sind von der EWE erschlossen. Ab März sollen die ersten Hausanschlüsse hergestellt werden“, erläuterte Bäumer weiter. Er betonte zudem, dass Bürger auch jetzt noch die Möglichkeit haben, einen kostenlosen Hausanschluss zu beantragen. Der Abschluss eines EWE-Tarifes ist dafür nicht notwendig. Ein weiterer Anbieter ist die Deutsche Telekom, diese rüstet in der Samtgemeinde alle Neubaugebiete mit Glasfaseranschlüssen aus.

Richtfunk der Emslandtel.net

Ein weiteres Standbein zur Versorgung der Bürger der SG Freren mit schnellen Internetverbindungen ist das Richtfunkangebot der in Meppen ansässigen Firma Emslandtel.net: Seit 2015 befinden sich an der B 214 zwischen Thuine und Freren sowie in Messingen bereits zwei Richtfunktürme. 2018 ist zudem der Bau von zwei weiteren Türmen in den Gemeinden Andervenne und Beesten geplant – aktuell sind dort mobile Türme im Einsatz.

„Nicht nur im Außenbereich ist das Angebot eine gleichwertige Alternative. Die Technik funktioniert auch bei Sturm und schlechtem Wetter einwandfrei“, erklärte Bäumer, der dies auch selber getestet hat.

Zudem gibt es ergänzend an der B 214 zwischen Fürstenau und Freren noch ein Kabel von Vodafone Kabel Deutschland, so können in vielen Häusern und Siedlungen an der Bundesstraße und in der Ortsmitte von Freren Bürger schnelles Internet auch per Kabelanschluss beziehen.

„Die Versorgung mit schnellem Internet wird damit in der Stadt und der Samtgemeinde Freren weit über dem Durchschnitt in Deutschland liegen. Es wird aber sicher für uns ein Dauerthema bleiben“, erklärte Frerens Bürgermeister Klaus Prekel.


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