„Mit Bauchschmerzen“ SPD Freren ist mehrheitlich für die Groko im Bund

Die Wahlunterlagen zum SPD-Mitgliedervotum liegen auf einem Tisch. Die SPD-Mitglieder können zum zweiten Mal darüber abstimmen, ob ihre Partei auf Bundesebene mit der Union eine Koalition eingehen soll. Foto: Peter Steffen/dpaDie Wahlunterlagen zum SPD-Mitgliedervotum liegen auf einem Tisch. Die SPD-Mitglieder können zum zweiten Mal darüber abstimmen, ob ihre Partei auf Bundesebene mit der Union eine Koalition eingehen soll. Foto: Peter Steffen/dpa

Freren. Die Mitglieder des SPD-Ortsverbandes Freren sind mehrheitlich dafür, dass die SPD auf Bundesebene eine Große Koalition mit der Union eingeht.

Laut Pressemitteilung wurde in der Mitgliederversammlung in der Gaststätte Schmees in Andervenne leidenschaftlich über das Thema Groko diskutiert. Die Spannbreite der Diskussionsbeiträge reichte vom Stolz über eine lebendige SPD-Basisdemokratie bis zur Ankündigung des Parteiaustrittes bei einer Fortführung der Groko.

Als Hauptgründe für eine Groko wurden insbesondere die sozialdemokratische Handschrift im Bereich Soziales und die Ressortverteilung bei den Ministerien genannt. Zudem wiesen alle Befürworter auf die Unwägbarkeiten hin, die eine Ablehnung zur Folge hätte.

Alle beteiligen sich am Mitgliederentscheid

Die Gegner bemängelten die fehlende personelle Erneuerung sowie zu viele unklare Aussagen im Koalitionsvertrag.

Letztlich lagen die Befürworter mit acht zu drei Stimmen deutlich vorne, wobei allerdings auch die Befürworter erhebliche „Bauchschmerzen“ mit ihrer Entscheidung für die Groko haben.

Eine Teilnahme am Mitgliederentscheid stand für alle Teilnehmer außer Frage.

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