Chapeau Manouche in Freren Sinti-Swing zum Mitwippen und Tanzen

Das Ensemble „Chapeau Manouche“ aus Oldenburg sorgte im Lemförder Rittersaal für überschäumende Emotionen. Foto: Christa BechtelDas Ensemble „Chapeau Manouche“ aus Oldenburg sorgte im Lemförder Rittersaal für überschäumende Emotionen. Foto: Christa Bechtel

ct/pm Freren. Seit 2008 erobert die Gruppe „Chapeau Manouche“ mit ihrem Sinti-Swing große und kleine Bühnen, vor allem aber die Herzen der Zuhörer. So soll es auch sein am Samstag, 24. Februar, um 20 Uhr beim Konzert in der Alten Molkerei Freren.

„Chapeau Manouche“ – das sind Manolito Steinbach und Wilhelm Magnus, beide Solo- und Rhythmusgitarre, die dem Ensemble die charakteristische Prägung des Sinti-Swing verleihen, Clemens Schneider, Geige, Gesang, Melodica, dessen Geige in der Jazzmusik selten zu hören ist, sowie Benjamin Bökesch, der mit seinem erdenden Kontrabass das Fundament dieser mitreißenden und lebensfrohen Swingmusik bildet.

Auf Festivals zu Hause

Das Ensemble gewann im Jahre 2010 den Preis des Summerjazz-Festivals der Stadt Pinneberg und kann seitdem Engagements auf renommierten Festivals, wie dem Rheingau Musik Festival oder dem Schleswig-Holstein Musikfestival, nachweisen.

Tanzen ist ausdrücklich erlaubt

Angelehnt an die Swing-Musik Django Reinhardts der 20er- und 30er-Jahre umfasst das Repertoire der Band Chanson- und Swing-Klassiker dieser Zeit. Die Vier musizieren mit großer Spielfreude und kunsthandwerklicher Fertigkeit. Eine Geige, zwei Gitarren und ein Kontrabass: Trotz alle Fokussierung auf das eigene Instrument bilden sie beim Spiel eine dynamisch wechselnde und stets miteinander vernetzte Einheit. Dieses sensible Zusammenspiel macht, neben der virtuosen Beherrschung der Instrumente, die mitreißende Wirkung von Chapeau Manouche aus. Die Gruppe lässt keinen still auf den Stühlen sitzen. Wippen, klatschen und tanzen ist ausdrücklich erlaubt.

Kein Zigeunerhut

Der Name? „Chapeau ist der Hut, Manouche das französische Wort für Zigeuner/Sinti. Da haben wir ein wenig mit rumgespielt, denn Zigeunerhut – den gibt es nicht. Aber die Musik Django Reinhardts ist in Frankreich entwickelt und etabliert worden. So lag das Französische nahe. Man kann es auch so deuten, dass wir den Hut/Chapeau vor Begeisterung ziehen oder in die Luft werfen“, erzählten Clemens Schneider und Wilhelm Magnus am Rande eines Konzert in Lemförde.

Karten für 15 Euro/erm. 12 Euro gibt es bei Impulse, Tel. 0 59 02/9 39 20; Menke Tel. 0 59 02/208; Segler, Tel. 05902/9 20 00; LWT, Lingen Tel. 05 91/ 91 44-144 Weitzel, Fürstenau Tel. 05901/2209; Gerdes, Lengerich Tel. 059 04/12 24.