Bürgerversammlung 2018 Rudolf Seiters in Thuine: Ehrenamt stärker fördern

Von Heinz Krüssel

Bürgerempfang in Thuine. Der ehemalige Bundesinnenminister und DRK-Präsident Rudolf Seiters sprach als Ehrengast zur Bedeutung des Ehrenamtes (v.l.) Frerens Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz, der stellv. Thuiner Bürgermeister Christof Kuiter, Seiters, Thuines Bürgermeister Karl-Heinz Gebbe und sein Stellvertreter Hans Herbers. Foto: Heinz KrüsselBürgerempfang in Thuine. Der ehemalige Bundesinnenminister und DRK-Präsident Rudolf Seiters sprach als Ehrengast zur Bedeutung des Ehrenamtes (v.l.) Frerens Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz, der stellv. Thuiner Bürgermeister Christof Kuiter, Seiters, Thuines Bürgermeister Karl-Heinz Gebbe und sein Stellvertreter Hans Herbers. Foto: Heinz Krüssel

Thuine. Auch in einem reichen Land wie Deutschland wird das Ehrenamt zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dies erklärte der ehemalige Bundesinnenminister Rudolf Seiters auf der Bürgerversammlung in Thuine in seinem Festvortrag unter dem Motto „Das Ehrenamt. Unverzichtbar – heute mehr denn je“.

An der positiven Entwicklung des Emslandes seien maßgeblich auch viele ehrenamtlich engagierte Mitbürger beteiligt gewesen, erklärte der Politiker und langjährige Vorsitzende des Deutschen Roten Kreuzes. Der Papenburger, der 33 Jahre lang dem Bundestag angehörte und unter anderem Bundesinnenminister war, hat nach eigenen Angaben insbesondere auch während der Zeit als Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) von 2003 bis 2017 sehr intensiven Kontakt zu Ehrenamtlern gehabt.

„Viele junge Menschen engagieren sich“

Seiters richtete seinen Blick besonders auf die junge Generation: „Viele junge Menschen setzen sich in Vereinen und Verbänden sowie in sozialen Einrichtungen ehrenamtlich ein.“ Auch wenn man sich nicht immer gleich langfristig binden möchte, seien viele junge Leute bereit zu helfen, wenn konkreter Bedarf bestehe, so seine Erfahrungen: „Schnupperkurse haben sich bewährt, um Interessierten die Möglichkeit zu bieten, die Aufgaben kennenzulernen.“

Förderung des Ehrenamts

Die Begeisterung für die ehrenamtliche Arbeit müsse auch weiter gefördert werden: „Dies kann beispielsweise darin bestehen, dass sich der Staat verstärkt für die ehrenamtliche Arbeit einsetzt. Die Arbeitgeber könnten zudem die ,soziale Kompetenz` besonders anerkennen, wenn es um die Vergabe von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sowie um Schul- und Studienplätze geht.“

Geschichte über Helmut Kohl

Als kleines Dankeschön überreichte das Thuiner Bürgermeisterteam mit Karl-Heinz Gebbe, Christof Kuiter und Hans Herbers dem Festredner eine kleine Wegzehrung. Diese Geste veranlasste Rudolf Seiters, aus dem Nähkästchen zu plaudern. „Wenn ich mit Bundeskanzler Helmut Kohl unterwegs war, bekam dieser oft eine Wurst oder einen kleinen Schinken als Dankeschön. Diese überlebten aber nicht lange und wurden sofort vom Chef und dem Team verzehrt.“