Leben im Kloster kennenlernen Gästehaus im Thuiner Kloster ist saniert worden

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Thuine. Über 23 moderne Doppelzimmer mit eigenem Bad, fünf Seminarräume mit neuester Medientechnik und viel Platz für Begegnungen und auch Ruhe verfügt jetzt das Haus St. Agnes. Die Thuiner Franziskanerinnen haben ihr auch privat nutzbares Gästehaus jetzt umfassend sanieren lassen.

Das mitten auf dem weiträumigen Klostergelände gelegene Gästehaus St. Agnes steht dabei verschiedensten Personengruppen offen. Häufig sind es auch Einzelbesucher, die Ruhe und Erholung, Zeit für Besinnung und geistliche Übungen (Exerzitien) suchen oder das Klosterleben einmal aus der Nähe erleben wollen. Denn für alle Hausgäste gilt, dass sie am geistlichen Leben, an der Liturgie im Mutterhaus des in vielen Ländern vertretenen Ordens der Franziskanerinnen vom Heiligen Märtyrer Georg zu Thuine teilnehmen und natürlich auch jederzeit Ordensschwestern ansprechen können.

Einzelgäste sind willkommen

„Oft haben diese Einzelgäste unser Haus zunächst über ein Treffen, eine Weiterbildung oder ein Seminar kennengelernt. Aber auch jeder andere Gast ist uns natürlich herzlich willkommen“, berichtet Schwester Maria Christin, die seit zehn Jahren das Haus leitet. Kommunionvorbereitungen, Besinnungstage, Treffen von Pfarrgemeinderäten, Kirchenvorständen oder Chören, Veranstaltungen speziell für Familien oder Jugendliche bis hin zu Weiterbildungen zum Beispiel im Hospizbereich – das Spektrum der Besuchergruppen ist breit gefächert.

Ort der Begegnung

Nun war das 1904/05 vornehmlich für die Schüler der „Haushaltungsschule“ errichtete und 1982 zum Begegnungs-, Schwestern- und Gästehaus umgebaute „Pensionat St. Agnes“ etwas in die Jahre gekommen. „Ziel war, unter Berücksichtigung der Bausubstanz einen modernen Ort der Begegnung zu schaffen. Und das in einem nutzungsbedingt sehr kurzen Zeitfenster von gerade einmal zehn Monaten“, erklärte der Architekt Achim Emons in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

23 moderne Gästezimmer

In diesen zehn Monaten ist viel abgerissen, um- und neugebaut worden. Jedes der 23 nun wesentlich helleren Gästezimmer erhielt nun ein eigenes Bad. „Zudem sind in jedes Zimmer moderne Datenleitungen gelegt worden. Auch die neu gestalteten Seminar- und Besprechungsräume bieten medien- und lichttechnisch nun optimale Bedingungen für Weiterbildungen und einen guten Austausch“, erklärte Emons.

Dankeschön für alle Handwerker

Zudem ist im ganzen Haus die Elektro- und Sanitärtechnik erneuert und der Brandschutz den aktuellen Vorgaben angepasst worden. So gibt es im ganzen Haus eine Brandmeldeanlage. Investiert hat der Orden dafür eine niedrige einstellige Millionensumme. Dafür ist das Haus laut dem Architekten nun aber auch fit für die kommenden Jahrzehnte.

Den Abschluss der Baumaßnahme bildet am kommenden Donnerstag ein Abendessen, zu dem die Ordens- und Hausleitung alle am Bau beteiligten Personen vom Architekten über die Bauleiter des Bau- und Planungsteams Surmann bis zu den vielen Handwerkern eingeladen hat.


Das Gästehaus St. Agnes – die Geschichte

1862 wurde von der späteren Ordensgründerin Schwester Anselma Bopp im 1860 von Pfarrer Gerhard Dall gegründeten St.-Georgs-Stift neben dem Krankenhaus und Kinderheim eine „Haushaltungsschule mit Pensionat“ eröffnet.

1904 waren es 65 Schülerinnen, die stetig weiter stieg. Ein Neubau wurde erforderlich. So wurde 1904/05 das „Pensionat St. Agnes“ errichtet.

Als 1946 auch die neue Mädchen-Oberschule dort untergebracht werden musste, wurde es noch enger. Deshalb entstand 1951/ 52 außerhalb der Klostermauern die Landfrauenschule, „St. Agnes vor den Mauern“ genannt. Heute ist dies die BBS Thuine.

Auch die Mädchenoberschule wuchs in den Sechzigerjahren stark. Deshalb bezog das Mädchengymnasium 1967 in Lingen-Laxten den Neubau des Franziskusgymnasiums. Und als 1982 auch die letzten Klassen nach Lingen-Laxten umgezogen waren, wurde das Haus St. Agnes an der Klosterstraße 14 umfassend saniert und zu einem Gästehaus umgestaltet.

Seit 1984 können Gruppen jedes Alters das Haus für Tagungen, Konferenzen und Seminare mit eigenen Referenten sowie Exerzitien nutzen.

Auch Einzelgäste, die Erholung suchen oder sich Zeit für Besinnung nehmen möchten, sind willkommen. Alle Gäste können dabei an der Liturgie der Franziskanerinnen teilnehmen. vb

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