Auftakt zum „Emsland Dorfplan“ Messinger halten ihre Ideen fürs Dorf in Bildern fest

Von Heinz Krüssel


Messingen. Eine aktive Bürgerbeteiligung steht im Mittelpunkt des Zukunftsprojektes „Emsland Dorfplan“, das am 31. Januar 2018 für die Gemeinde Messingen mit einer Auftaktveranstaltung im Gasthof Thünemann offiziell eröffnet worden ist.

Mehr als 100 Messinger aus allen Altersgruppen hatten sich zum Mitmachen eingefunden; besonders viele junge Leute zeigten ihr Interesse, die Zukunft ihres Dorfes mitzugestalten und ihre Ideen einzubringen. „Ich bin total begeistert über die Resonanz“, gestand Bürgermeister Ansgar Mey ein, der sich als „überzeugter Dorfmensch“ outete und auf die Vorteile des Dorflebens hinwies: Man kennt sich, man mag sich und man ist nicht anonym.

Antworten auf Zukunftsfragen erarbeiten

„Wir haben uns um eine Teilnahme an dem Modellprojekt des Bundes ,Dorfplan‘ erfolgreich beworben und dürfen auf Emslandebene ebenso wie Holsten-Bexten, Hüven, Brual und Neurhede teilnehmen“, erläuterte Mey. In den kommenden Monaten gelte es, Ideen und Strategien mit Hilfe von „Bildern“ zu entwickeln, um Antworten auf die Fragen „Wie sieht die Zukunft im Dorf Messingen aus?“, „Wie ändern sich die Strukturen?“ und „Wie kann man allen Generationen gerecht werden?“ zu erarbeiten.

Bilder in allen Phasen präsent

Begleitet und moderiert wurde die Veranstaltung durch Hilke Wiest und Michael Ripperda von der Lingener Agentur Pro-t-in. Neu sei der Weg, die Ideen und Strategien in gemalten Bildern festzuhalten, erläuterte Ripperda. Die gemalten Ideen sollten dazu dienen, dass diese nicht in der Schublade verschwinden, sondern in allen Phasen der Gespräche präsent seien. Auf diese Weise entstehe ein Plan, der natürlich zu jeder Zeit verändert und erweitert werden könne.

Bestandsaufnahme

In mehreren Gruppen wurde zunächst in eine Bestandsaufnahme für die Handlungsfelder Grundversorgung, Miteinander und Wohnen erarbeitet. Die „Laienmaler“ in jeder Gruppe setzten die einzelnen Vorschläge „künstlerisch“ um. Somit wurden Aspekte wie Besonderheiten im Dorf, was in der Vergangenheit erfolgreich geschaffen wurde und was für die Zukunft wünschenswert sei, ansprechend dargestellt. Die an Stellwänden befestigten Arbeiten stellte Hilke Wiest vor: „Wir sehen tolle künstlerische Leistungen; leider reicht der angedachte Platz nicht aus, um alle Vorschläge zu präsentieren.“ Es wurde zugesagt, dass alle Details in einem Protokoll festgehalten werden.

Viele helfende Hände

Positiv bewerteten die Messinger den Ist-Zustand beispielsweise bei der Grundversorgung. Dazu zählten sie neben Kindergarten und Grundschule auch diverse Unternehmen mit attraktiven Arbeitsplätzen, den Dorfladen und die Kneipe, die Bank sowie viele Freizeitangebote und eine gute Infrastruktur. In Messingen könne man gut leben, weil es ein aktives Dorfleben im gepflegten Ortskern gebe. Zum Ortsbild zählt die Bevölkerung auch die gepflegten landwirtschaftlichen Familienbetriebe. Attraktive Baugebiete laden ein, sich langfristig in Messingen niederzulassen. Besonders wurde darauf hingewiesen, dass das Ehrenamt funktioniere, dass die Nachbarschaften gepflegt würden und dass es bei Bedarf viele helfende Hände gebe.

Arbeitskreissitzung am 6. März

„Wir haben heute eindrucksvoll dokumentiert, was wir haben und wer wir sind. In der ersten Arbeitskreissitzung am 6. März im Antonius-Haus soll der Blick in die Zukunft erarbeitet werden“, sagte Mey und lud dazu ein, auch weiterhin so aktiv am neuen Weg der Zukunftsplanung teilzunehmen.

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