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Brauch seit 82 Jahren 14 Nikolause besuchen mehr als 500 Kinder in Emsbüren

Von Anne Bremenkamp | 06.12.2015, 16:26 Uhr

„Komm, setz Dich in die Ecke, wir ziehen dir die Stiefel aus und hol‘n dir noch `ne Decke“: So ruhig und behaglich, wie die Kinder des Kindergartens St. Marien in Leschede es dem Nikolaus versprochen hatten, hatte es der heilige Mann auf seiner Tour durch Emsbüren dann doch nicht: Er, sein Knecht Ruprecht und seine sieben kleinen Zwerge hatten alle Hände voll zu tun.

Seit 82 Jahren schickt die Kolpingsfamilie Emsbüren den Nikolaus auf die Reise durch die Gemeinde. Im Laufe der Jahrzehnte ist Bewährtes geblieben und dennoch hat sich einiges verändert. Vom Kindergarten ging es jetzt für den Nikolaus und sein Gefolge mit dem Feuerwehrauto bis vor die St. Andreas Kirche, vor der sich eine große Menschenmenge versammelt hatte und wo Pfarrer Stephan Schwegmann den Bischof aus Myra als seinen „Chef“ begrüßte.

Das Panikorchester und der Kinderchor der Joseph-Tiesmeyer-Schule bereiteten dem Nikolaus einen würdig-klangvollen Empfang. Im St. Elisabeth-Haus, wo er den Senioren traditionell einen adventlichen Besuch abstattete und seinen Respekt vor der wertvollen Arbeit des haupt- und ehrenamtlichen Elisabeth-Teams äußerte. Der Nikolaus appellierte an alle: „Advent ist die Zeit der Besinnung und der Gemeinsamkeit. Nehmt euch Zeit füreinander, genießt sie miteinander. Teilt auch Zeit mit unseren neuen Mitbürgern und bleibt so ein herzliches und soziales Emsbürener Völkchen!“

Sein Dank galt den vielen freiwilligen Kolpingern, die es wieder möglich machten, dass der Haupt-Nikolaus und 13 Neben-Nikolause alle mit einem Knecht Ruprecht und einem Begleiter an ihrer Seite mehr als 500 Kinder in über 200 Haushalten überraschen konnten. Seit vielen Jahrzehnten mit zum Nikolausteam gehören die Kolping-Urgesteine Ewald Schülting, Alfons Mehs, Martin Krefta und Willi Hamacher. Letzterer betonte: „Es macht so viel Spaß, denn es gibt nichts Schöneres als leuchtende Kinderaugen.“