Tagespflege und Seniorentreff „Modell“ Haus Ludgeri in Emsbüren besteht seit 25 Jahren

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25 Jahre Tagespflegeeinrichtung Haus Ludgeri in Emsbüren: Mit Freude blicken Mechtild Rohe (links), Alexander Herbermann und Margret van der Zee schon jetzt dem großen Jubiläumsfest entgegen, das am 20. Oktober 2017 gebührend begangen wird. Foto: Anne Bremenkamp25 Jahre Tagespflegeeinrichtung Haus Ludgeri in Emsbüren: Mit Freude blicken Mechtild Rohe (links), Alexander Herbermann und Margret van der Zee schon jetzt dem großen Jubiläumsfest entgegen, das am 20. Oktober 2017 gebührend begangen wird. Foto: Anne Bremenkamp

Emsbüren. Als das Haus Ludgeri in Emsbüren vor 25 Jahren seine Pforten öffnete, war die „Soziale Begegnungsstätte für Senioren“ ein bundesweit beachtetes Modellprojekt für den ländlichen Raum. Bis heute bietet die anerkannte Tagespflegeeinrichtung älteren Menschen die Chance, die Unterbringung in einem Altenheim zu verzögern oder gar zu vermeiden. Am 20. Oktober 2017 feiert das Haus Ludgeri sein Jubiläum mit einem großen Geburtstagsfest.

Die Zeichen des demografischen Wandels hatten die Initiatoren des 1992 eröffneten Haus Ludgeri früh erkannt. Ihre Ziele sind damals wie heute aktuell: die Integration und Versorgung älterer, auch alleinstehender Menschen sicherstellen, die Selbsthilfefähigkeit stärken, körperliche und geistige Fähigkeiten erhalten sowie pflegende Angehörige entlasten.

Herbermann bis vor zwei Jahren aktiv

Einer der federführenden Akteure war der heute 81-jährige Alexander Herbermann, der noch bis vor zwei Jahren als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Hauses Ludgeri aktiv war. Für die Belange aller Senioren setzt er sich weiterhin im Vorstand des Fördervereins ein, zum Beispiel mit der „Allianz für Menschen mit Demenz“. Seit 2015 wird das operative Geschäft von einer gemeinnützigen GmbH wahrgenommen. Gesellschafter sind die katholische Kirchengemeinde St. Andreas, der Förderverein Haus Ludgeri und die St. Bonifatius-Hospitalgesellschaft Lingen. Geschäftsführerin ist Margret van der Zee.

Viele öffentliche Mittel eingeworben

„1989 gab es nirgendwo auf dem flächigen Land eine Tagesbetreuung für Senioren“, erinnert sich Alexander Herbermann, dem es seinerzeit gelang, 460.000 DM öffentlicher Mittel einwerben. Gemeinsam mit der Emsbürener Beschäftigungsinitiative EBI wurden die Häuser „Egbrink“ und „Geist“ zum Haus Ludgeri vereint. Langzeitarbeitslose erhielten bei der Renovierung der Häuser, aber auch in der Seniorenbetreuung eine neue Chance auf dem Arbeitsmarkt.

Besucher aus ganz Deutschland kamen nach Emsbüren, um sich über das Vorzeigemodell zu informieren.

Umzug im Jahr 2013

Erst 2013 erfolgte der Umzug an die Lange Straße, 20 Betreuungsplätze stehen dort zur Verfügung. Die Gäste werden tagsüber von dem Team um Pflegedienstleiterin Mechtild Rohe betreut. Zehn ehrenamtliche Fahrer leisten einen Hol- und Bringdienst.

Lebendige Gemeinschaft wird genossen

Verschiedene Gruppenangebote wie kreatives Gestalten, Gedächtnistraining, Gymnastik oder Gottesdienste bieten einen strukturierten Tagesablauf sowie Abwechslung und Geselligkeit. Wie sehr diese Zeit in der lebendigen Gemeinschaft genossen wird, zeigt das Beispiel einer alten Dame, die dem Haus Ludgeri mehr als 20 Jahre lang die Treue hielt – denn dort ist man eben tagsüber gut versorgt und nicht allein, aber auch abends zufrieden wieder daheim.

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