„Bilder, die sich selber malen“ Hans Hopmann stellt Bilder im Rathaus Emsbüren aus

Von Margrit Lehmkuhl-Wiese

Künstler Hans Hopmann (rechts) überreichte Bürgermeister Bernhard Overberg (links) ein Bild für das Rathaus mit dem Thema der „Vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft“ zum dauerhaften Verbleib. Einen Blumenstraß als Dank bekam die Kunstkreisvorsitzende Edith Uhlenberg (Mitte). Foto: Margrit Lehmkuhl-WieseKünstler Hans Hopmann (rechts) überreichte Bürgermeister Bernhard Overberg (links) ein Bild für das Rathaus mit dem Thema der „Vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft“ zum dauerhaften Verbleib. Einen Blumenstraß als Dank bekam die Kunstkreisvorsitzende Edith Uhlenberg (Mitte). Foto: Margrit Lehmkuhl-Wiese

Emsbüren. „Farben im Fluss“ heißt die Ausstellung mit Bildern des Münsteraner Künstlers Hans Hopmann im Rathaus Emsbüren. Zu sehen sind seine Werke dort bis zum 21. April 2017.

Ausgestellt sind „Bilder, die sich selber malen“. So sagte es Hans Hopmann bei der Eröffnung der Schau, zu der der Kulturkreis Kirchspiel Emsbüren eingeladen hatte. Die künstlerische Arbeiten unterschiedlicher Farben und Formen werden gezeigt, die dennoch Gemeinsamkeiten zu haben scheinen.

„Einer von uns“

Zur Begrüßung wies Emsbürens Bürgermeister Bernhard Overberg auf einen scheinbaren Widerspruch hin: „Der Künstler ist einer von uns“, obwohl er in Münster beheimatet sei und dort nach langjähriger Lehrertätigkeit in naturwissenschaftlichen Fächer noch ein Studium der Kunst, Kunstgeschichte und Wahrnehmungsphysiologie nach seiner Pensionierung aufnahm. „Und trotzdem ist er einer von uns“, so Overberg. Auch die Vorsitzende des Kulturkreises, Edith Uhlenberg, schlug den Bogen nach Münster: „Bisher haben vier Künstler aus Münster in Emsbüren ausgestellt und zwei davon sind Emsbürener. Das macht uns stolz.“

Spielen mit der Wahrnehmung

Hopmann löste das Rätsel der Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Gestaltungen. Bilder mit sanft fließenden Farben und Bilder mit strengen geometrischen Formen beruhen auf dem gleichen Prinzip, „sie spielen mit unserer visuellen Wahrnehmung.“ In den „Bildern im Fluss“ sei es das Spiel mit dem Zufall und unserer Assoziationsfähigkeit. „Was wir sehen liegt im Auge des Betrachters und wir Menschen sind immer bemüht, aus der Abstraktion in eine Gegenständlichkeit und Sinnhaftigkeit zu kommen“, sagte Hopmann.

Spiel mit physikalischen Gesetzen

Die Bilder der geometrischen Formen mit plastischer Wirkung wirken auf dem ersten Blick ganz verständlich, ändern wir den Betrachtungsstand im Bild, kippen auf einmal unsere festen Meinungen und gesehene Wirklichkeit. „Es ist mein Spiel mit physikalischen Gesetzen der Wahrnehmung und der Vieldeutigkeit der Bilder“, erklärte der Künstler. „Jeder sollte die Bilder auf sich wirken lassen und sich sein eigenes Bild machen.“ Diese Aktivierung der spielerischen Fantasie und des Unbewusste nahmen die Ausstellungsgäste gerne mit in die Bilderschau.

Zufallsprinzipien

Er benutze für das Hervorbringen künstlerischer Strukturen mittels improvisatorischer oder kombinatorischer Zufallsprinzipien Acryl- und Lackfarben sowie Wasserfarben. Physikalische Gesetze bringen die Farben in Verläufe, die nicht gleichzusetzen sind mit Begriffen wie beliebig oder willkürlich. Eine Steuerung ist möglich, aber das Ergebnis sollte nicht wie absichtsvoll gestaltet wirken. „Denken Sie an Wolken. Auch dort sehen wir, nicht absichtsvoll betrachtet, auf einmal Figuren, Gesichter, Gebäude.“

Den musikalischen Rahmen der Eröffnung gestalteten Bernd Gortheil und Rainer Rohe mit jazzigen Improvisationen.


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