Ein Artikel der Redaktion

80 Tiere zu sehen Vogelpräparate finden ein Heim bei Emsflower in Emsbüren

Von Heinz Krüssel | 28.12.2015, 13:23 Uhr

Rund 80 präparierte Exponate aus der heimischen Tierwelt, insbesondere aus der Vogelwelt, können in einer Präsentation im Erlebnispark der Großgärtnerei Emsflower in Emsbüren bewundert werden.

Es handelt sich im Wesentlichen um die ornithologische Sammlung von Gerhard Glasfort. Diese findet somit nach vielen Jahren des Planens einen würdigen Rahmen. Initiator der Ausstellung ist Franz Arning. In einer Feierstunde stellte er das Projekt im Beisein auch der Familie Glasfort vor.

Bekannter und anerkannter Ornithologe

Gerhard Glasfort sei ein über die Grenzen von Emsbüren hinaus bekannter und anerkannter Ornithologe gewesen. Über Jahrzehnte habe er die Vogelwelt in seiner Heimat begleitet und schon frühzeitig Tiere präparieren lassen. Diese fanden ihren Platz in Vitrinen in der großen Küche bei Glasforts. In der Jungjägerausbildung waren in der Vergangenheit auch schon Besuche bei Gerhard Glasfort angesagt. Viele Vögel hatte es schon damals in der freien Natur nicht oder nur noch selten zu sehen gegeben, beispielsweise die Rohrdommel oder das Birkhuhn.

Suche nach geeignetem Raum

Nach dem Tod von Gerhard Glasfort übernahm dessen Sohn Heinz (Heiter) die Sammlung. Nach dessen Tod im Jahr 2003 suchte die Erbengemeinschaft nach einer Möglichkeit, dem Wunsch des Vaters und Schwiegervaters gerecht zu werden: Die ornithologische Sammlung sollte zusammenbleiben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Ich hatte zu jener Zeit schon selber eine ansehnliche Sammlung mit etwa 70 Exponaten“, erläuterte Franz Arning. Er habe im Jahr 2004 sein Versprechen abgegeben, die Präparate der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Ehrlich gesagt: Ich habe nicht gewusst, was ich da zugesagt hatte“, erinnerte Arning an die größten Schwierigkeiten, einen geeigneten Raum für eine ansprechende Ausstellung zu finden. In einem Gespräch mit Emsflower-Chef Bennie Kuipers habe dieser angeboten, eine Möglichkeit im Erlebnispark zu schaffen. Am Eingang zum Schmetterlingsgarten sind zwei Räume entstanden und mit einer großen Glasscheibe versehen worden. Die Ausstellung kann somit bei einem Rundgang durch den Tropengarten, das Schaugewächshaus, den Schmetterlingsgarten und die Produktionsanlagen besichtigt werden.

Legalität der Präparate nachweisen

Doch zuvor kamen weitere Punkte auf die Planer zu. Aspekte wie Naturschutz, Artenschutz, Nachweis der Legalität der Präparate und vieles mehr mussten abgearbeitet werden. Franz Arning dankte in dem Zusammenhang der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises für die tatkräftige Unterstützung. „Ohne Fachbereichsleiter Ludger Pott und sein Team hätten wir die Ausstellung wohl niemals realisieren können.“ Zudem habe die Naturschutzstiftung Emsland das Vorhaben finanziell gefördert. Auch die Jägerschaft Lingen und „De Bergler Jagdhornblözers“ hätte das Projekt von Anfang an tatkräftig unterstützt.

Unter fachlicher Beratung des Biologen und zoologischen Präparators Walter Galisch aus Osnabrück wurden in zwei Dioramen naturnahe Landschaften nachgebaut. „Hier würden die lebenden Tiere hinpassen“, vermutete Alexander Krisko, Schwiegersohn von Gerhard Glasfort. Krisko dankte Franz Arning und Hermann Hasken sowie allen Beteiligten für das gelungene Werk.

 Mehr aus Emsbüren lesen Sie in unserem Ortsportal.