Expressive Malerei in Emsbüren Künstlerin Claudia Arns lässt sich von Objekten leiten


Emsbüren. Die Wassertropfen rutschen an den Fensterscheiben des Ateliers entlang. Der Sommerregen hat wieder einmal seinen großen Auftritt. Doch dies alles kümmert die Künstlerin Claudia Arns nicht. Zu tief ist sie mit ihrer Kunst, ihrem Innersten, beschäftigt.

Sie hat sich dem Genre des expressiven Malens zugewandt. „Und das ist immer wieder ein Abenteuer, das mir gleich zu Beginn Herzklopfen bereitet – eine angenehme Aufregung, mit der Lust, sich treiben zu lassen, dem Neuen entgegenzueilen“, erklärt sie ihre Gefühlssituation beim Malen.

Umgeben ist die 44-jährige Künstlerin von einer großen Auswahl an Farben, Leinwänden und kleinen Skizzen, auf denen sie grundlegend ihre Ideen festhält. Was die Materialien angeht, ist Claudia Arns durchaus flexibel. Ihre Bilder entstehen auf Holz, Leinwand, Letztere natürlich bevorzugt, oder direkt auf Papier.

Bilder haben eine Geschichte

Doch was daraus wird, das ergibt sich erst beim Malen. Ihre Bilder haben meistens eine Geschichte, da sich Arns die Ideen aus ihrem Alltag holt. „Ich lasse mich zum Beispiel von einem Objekt leiten“, erzählt sie, wobei sich das Motiv als solches dann unter ihren Händen weiterentwickelt und so eine andere Bedeutungsebene bekommt.

Figurative Elemente

An dem Atelierfenster steht eine Figur aus Holz, einfach so, wie sie die Natur hinterlassen hat. „Ich gehe sehr aufmerksam durch die Landschaft, durch Wiesen und Wälder und finde so natürliche Schönheiten, eben die Kunst der Natur.“ – Figurative Elemente in einer natürlichen und doch so fantasievollen Welt. Das Thema Natur fesselt Arns natürlich immer wieder, denn durch sie wird die Künstlerin zur ständigen Erneuerung ihrer schöpferischen Tätigkeit inspiriert.

Wenn Claudia Arns ihre künstlerische Entwicklung betrachtet, so kann sie heute feststellen, dass sie mittlerweile ihre eigene Bildsprache entwickelt hat, die sich immer mehr vom eigenen Verstand loslöst. „Auf diese Weise kann sich etwas Ursprüngliches, rein Intuitives entfalten“, erläutert sie diesen Zustand.

Sie wünscht sich, dass der Betrachter auf ihre Bilder zugeht, sich in ihnen gedanklich bewegt und darin seine eigene Welt entdeckt.

Ein spannender Weg

„Es war ein weiter und spannender Weg bis zum heutigen Tag“, erinnert sich Claudia Arns. „Ich wusste schon sehr früh, dass ich eine Sehnsucht zum Malen verspüre. Doch der Mut, diesem Bedürfnis auf den Grund zu gehen, der kam erst im Laufe der Zeit.“ Gemeinsam mit ihrem Mann und den beiden Kindern habe sie nach Lösungen gesucht und auch gefunden. Fünf Jahre lang absolvierte Claudia Arns unter anderem ein Abendstudium an der Akademie für Kunst und Industrie-Design in Enschede/NL. Es habe Hochs und Tiefs gegeben, was den Glauben an ihre künstlerische Fähigkeit anging. Neben den praktischen Hilfen während des Studiums sei auch seitens der Dozenten ein ganz anderes künstlerisches Gedankengut auf sie zugekommen, habe sie teils verwirrt, dann aber wieder begeistert und vorangebracht.

„Und letztendlich bin ich aus diesem Studium, bei dem ich auch häufig auf mich selbst gestellt war, gestärkt herausgegangen, denn Malen, das ist genau das, was ich will und der anfängliche Irrgarten dieser Kunstform hat sich verwandelt, aufgetan zu meiner ganz persönlichen Passion“, sagt sie und greift beherzt zur Palette.

Auf Ausstellungen präsent

Im Laufe der Jahre war Claudia Arns auf vielen Ausstellungen präsent, nicht nur im Emsland und in der Grafschaft, sondern auch in Hengelo, Enschede/NL und in Dänemark. Zurzeit können Werke der Künstlerin unter dem Titel „Eine Phantasiereise“ im Lohner Rathaus besichtigt werden.

Wer gerne zu Claudia Arns Kontakt aufnehmen, ihr Atelier besuchen möchte, findet weitere Informationen unter ihrer Homepage www.Claudia-Arns.de oder kann sich per E-Mail: charns@t-online.de mit ihr in Verbindung setzen.


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