Dialogprozess soll weitergehen Nachhaltige Ideen für Emsbüren-Leschede

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Emsbüren. Die beim „Dialogprozess Leschede“ für den Emsbürener Ortsteil entwickelten Ideen sollen nachhaltig wirken. Das hat Projektreferent Michael Ripperda in der Gaststätte Breloh beim Dorfabend zum Abschluss des Projekts vor rund 35 Bürgern unterstrichen.

„Das Handlungspapier darf nicht in der Schublade verschwinden“, betonte Ripperda. Sein Kollege Tim Strakeljahn, der ebenfalls für die Agentur pro-t-in in Lingen arbeitet, erläuterte die die Ergebnisse des Handlungspapiers. Das niedersächsische Modellprojekt „Dorfgespräch“ hat sich zum Ziel gesetzt, durch eine verbesserte Kommunikation weitere Potenziale der Bewohner zu nutzen, um durch eine Stärkung der Gemeinschaft den 2000 Einwohner zählenden Ortsteil voranzubringen.

Katholische Landvolkhochschule Oesede initiierte Projekt

Initiiert wurde das Modellprojekt von der Katholischen Landvolkhochschule Oesede. Es wird vom Land sowie vom Bistum Osnabrück gefördert. Auf Initiative des Aktionskreises Leschede und des Ortsrates Leschede erfolgte die Umsetzung im vorigen und in diesem Jahr.

Bürger sollen bei vier Themenfeldern mitarbeiten

Um die Entwicklung in Leschede weiterzuführen, wurden laut Strakeljahn vier Themenfelder erarbeitet.

  • 1. Leschede gestalten: Dorfplatz, Wohnraum für alle, Instandhaltung öffentlicher Flächen, Entwicklung des Verkehrs, Barrierefreiheit.
  • 2. Leschede (be-)wirtschaften: industrielle und gewerbliche Entwicklung, Rolle der Landwirrschaft in Leschede.
  • 3. Leschede entdecken: 1. Freizeitangebote für alle, gastronomische Angebote, Erschließung touristischer Potenziale.
  • 4. Leschede (er-)leben: Unterstützung von Vereinen/Verbänden, Stärkung des Ehrenamts, Integration und Unterstützung von Neubürgern, regelmäßiger Meinungsaustausch, Einbindung der Bevölkerung.

Wer in einem vier Themenfelder mitarbeiten möchte, wird gebeten, sich bei Ortsbürgermeister Heinz Sager zu melden (Kostverloren 4, 48488 Emsbüren, Telefon 05903/6021, heinzsager@gmx.de).

„Bahnhofsgebäude sieht aus wie ein Gefängnis“

Einig waren sich die Lescheder Bürger, dass sie das jetzige Erscheinungsbild des Lescheder Bahnhofsgebäudes nicht hinnehmen wollen. Wie berichtet, sind vor die Fenster und die die Eingangstür zur Wartehalle Metallplatten angebracht worden, um den Zutritt wegen der Verkehrssicherungspflicht zu versperren, wie eine Pressesprecherin mitgeteilt hatte. „Der Bahnhof sieht derzeit aus wie ein Gefängnis“, rügte der Vorsitzende des Aktionskreises Leschede, Bernd Drente. Wenn es keine Verwendung mehr für dass Gebäude gebe, müsse es abgerissen werden. Ortsbürgermeister Heinz Sager forderte die Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann (CDU) und Daniela De Ridder (SPD) dazu auf, ihren Einfluss geltend zu machen, damit dieser „unhaltbare“ Zustand abgestellt werde.

Leader-Fördermittel sollen eingeworben werden

Drente unterstrich die Notwendigkeit, für den Bereich Bahnhofsvorplatz, evangelische Kirche und Schützenplatz bis Ende Jahres planerische Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Im Rahmen des Dialogprozesses hatte sich der Wunsch nach einem Dorfplatz herauskristallisiert – entweder auf dem Bahnhofsvorplatz oder auf dem Schützenplatz. Die stellvertretende Vorsitzende der lokalen Aktionsgruppe „Südliches Emsland“, Maria Theissing, sieht Chancen, dafür Leader-Fördermittel einzuwerben.

Beeindruckt von den Aktivitäten

Maria Buller aus Glandorf, die das Projekt ehrenamtlich betreute, zeigte sich beeindruckt von den Aktivitäten in Leschede. „Hier gibt es viele Leute, die bereit sind, am aktiven Dorfleben teilzunehmen“, stellte sie erfreut fest. Es gebe in dem Ortsteil ein großes Potenzial. Es liege jetzt an der Bürgerschaft, dieses Potenzial für die Zukunft zu nutzen. Stolz sein könne die Dorfgemeinschaft auf Ortsbürgermeister Heinz Sager wegen dessen unermüdlichem Engagement.

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