Fünf Stunden Programm KKE-Tanzgarden begeistern beim Karneval in Emsbüren

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Emsbüren. Fünf Stunden lang gemeinsam Singen, Tanzen, Lachen und Spaß haben – das ist die Bilanz der traditionellen Prunksitzung der „Karnevalsgesellschaft Kespel Emsbüren“ (KKE) am Samstagabend im Gasthof Evering gewesen.

Ein Höhepunkt im Programm war die Ehrung verdienter KKE-Narren. Für ihre großen Verdienste um den Karneval zeichnete Bernd Averhoff vom „Bund Deutscher Karneval“ KKE-Präsident Tönns Roling mit dem BDK-Verdienstorden in Gold aus. Silber gab es für Vizepräsident Bernd Theissing und Hofmarschall Karl Schmackers. „Alle drei prägen seit Jahrzehnten maßgeblich das Bild der KKE in der Öffentlichkeit“, hieß es in der Laudatio.

Eine beeindruckende Bilanz der Session 2015/2016 zog Sitzungspräsident Tönns Roling. 22 Mal seien die Emsbürener Tollitäten, Herzog Reinhold Bünker und sein Kumpan Holger Korte „auf Achse“ gewesen. Gemeinsam mit ihrem Hofstab und vielen Begleitern habe man bei unterschiedlichsten Anlässen den Emsbürener Karneval hervorragend repräsentiert. Den Aufzug auf die Prunksitzungsbühne begleitete das „Panikorchester“.

Das ganze Jahr hart trainiert

Einen großen Teil des Sitzungsprogramms decken die drei KKE-Tanzgarden ab: die Kükengarde, die Juniorengarde und die Kespel-Funken. Sie hatten wieder das ganze Jahr hart trainiert, um sich dem närrischen Volk von der besten Seite zu zeigen. Den Auftakt bildete die Kükengarde. Die 15 Mädchen tanzten anmutig im bayrischen Dirndl unter anderem zu „Heidi“. Zu Ehren der Tollitäten präsentierten die Kespel-Funken den Ehrentanz. Als dritte Formation stellten die zehn Mädchen der Juniorengarde in einem Showtanz ihr Können unter Beweis.

Letztmalig als Solomariechen stand Lee-Ann Seegers auf der Bühne. Nach einem gelungenen Solotanz gab es viel Applaus. Tönns Roling sagte Danke und freute sich, dass Lee-Ann, die in der Kükengarde ihre tänzerische Karriere begonnen hatte, künftig weiter bei der Juniorengarde aktiv sein wolle. Voller Energie stellte sich Solomariechen Meike von der „Jungen Narren“ aus Nordhorn vor. Ob als Tänzerin, als Sängerin und auch als Büttenrednerin, das „Grafschafter Mädel“ war klasse.

Erst nach mehreren Zugaben wurde die Drummerband „Cobra“ aus Freren von der Bühne entlassen. Sie begeisterten mit Trommel-, Pauken- und Steelmusik. Zwei hervorragende Assistenten holte sich Bauchredner Michael Walter aus Essen auf die Bühne. Er verlieh Pastor Stephan Schwegmann und Kerstin Bünker, Ehefrau des Herzogs, die Stimme. Das Trio sorgte dafür, dass sich die Jecken im Saal „krümelig“ lachten. Einig war man sich: „Die Drei waren spitze!“

Büttenreden das Salz in der Suppe

Das Salz in der Suppe sind immer wieder die Büttenreden. Erstmals in der Bütt stand Annette Schüring aus Hesselte. Als „Chantalle“ berichtete sie über ihre vielfältigen Lebenserfahrungen, sei es als „Bordsteinschwalbe“ oder als Autofahrerin zwischen Helschen und Hesselte. Als Schnellredner ohne Punkt und Komma entpuppte sich der westfälische Bauer Aloysius. Man konnte manchmal gar nicht so schnell denken, um all die vielen Pointen mitzubekommen. Detailliert ging Aloysius auf die schwierige Situation der Landwirtschaft ein. Man müsse schon sparen, um über die Runden zu kommen. Sein Nachbar habe das Sparen aber wohl übertrieben und das Hühnerfutter mit Sägespänen „verlängert“. Das Ergebnis: Von acht ausgebrüteten Eiern haben sieben Küken ein Holzbein und das achte Küken ist ein Specht.

Als „Putzfrauen-Trio“ zogen die Geschwister Dust aus Lingen das Publikum mit einer musikalischen Büttenrede in den Bann. Sie demonstrierten viel Insider-Wissen. „Da muss wohl ein Ghostwriter mit am Werk gewesen sein, der sich gut in Emsbüren auskennt“, wurde vermutet. Auf jeden Fall begleitete die Jecken den gesamten Vortrag mitsingend und mit klatschend - im Stehen.

Das galt ebenso für den abschließenden Auftritt des Sängers Dirk Efken aus Moers. Mit einer professionellen Bühnenshow animierte er die Gäste zum Mitmachen. Ob bekannte Hits von Udo Jürgens, aus der Zeit der „Neuen deutschen Welle“ oder nicht zuletzt „kölsche Hits“ von Bläck Fööss und Co. – das Publikum zeigte sich absolut textsicher und machte begeistert mit.

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