Als Stipendiatin in den USA Christina aus Emsbüren hat in Ohio Freunde gefunden

Christina Hummeldorf und Albert Stegemann in Lingen. Foto: CDUChristina Hummeldorf und Albert Stegemann in Lingen. Foto: CDU

Emsbüren. „Ich würde es sofort wieder machen“, lautet der erste Satz von Christina Hummeldorf aus Emsbüren auf die Frage, wie sie ihre Eindrücke vom Aufenthalt in den Vereinigten Staaten mit einem Satz zusammenfassen würde.

Die 17-Jährige hat das vergangene Jahr als Stipendiatin des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) in einer amerikanischen Gastfamilie verbracht und trat dort als „Botschafterin“ des Emslandes auf. Nun traf sie nach der Wiederkehr auf ihren Paten, den CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann.

Zehn Monate lebte die Schülerin in Marion (Ohio), besuchte die örtliche High-School und lernte das ganz „normale“ amerikanische Leben kennen. Insbesondere mit ihren Gasteltern und den beiden jüngeren Gastgeschwistern war Christina sehr glücklich: „Ungefähr 30 Prozent der anderen Austauschschüler haben im Laufe des Jahres ihre Familie gewechselt. Ich habe nicht einmal darüber nachgedacht“. Die fröhlichen Bilder von Schulalltag, gemeinsamen Aktivitäten und Reisen mit der Familie und Freunden zeigte sie Stegemann in einem selbst gestalteten Fotobuch.

Besonders schätzen gelernt hat die junge Emsbürenerin die umfangreichen Freizeit- und Sportmöglichkeiten, die die Schule nach Unterrichtschluss ermöglicht. „Das Leben findet in der Schule statt und alles lebt für den Sport. Beim Fußball, Basketball und Softball habe ich nicht nur tolle Freundschaften geschlossen, sondern mich als Teil eines Ganzen gefühlt. Heimweh ist da nicht aufgekommen.“ Allerdings: Es ist auch keine Seltenheit, seine Tage von morgens halb acht bis abends halb acht auf dem Schulgelände zu verbringen.

Angesprochen auf ihren ersten Eindruck bei Ankunft in der neuen Heimat, lacht die Stipendiatin: „Alles ist einfach größer, von den Autos bis zu den Lebensmittelverpackungen im Supermarkt. Und niemand fährt Fahrrad“. Selbstredend, dass ihr Englisch sehr gut geworden ist. Nach den Sommerferien wird Christina in die Oberstufe des Wirtschaftsgymnasiums in Rheine wechseln und dort mit dem Schwerpunkt Sprachen auf ihr Abitur hinarbeiten.

Albert Stegemann freute sich über die positiven Berichte seiner Stipendiatin: „Durch den Austausch soll der jungen Generation in beiden Ländern die Bedeutung freundschaftlicher Zusammenarbeit und Völkerverständigung vermittelt werden. Ich freue mich, dass ich junge Menschen dabei unterstützen kann, dies zu erleben.“


Das PPP wurde 1983 vom Deutschen Bundestag und dem Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika ins Leben gerufen. Das Programm organisiert und finanziert den Austausch von Schülern und Auszubildenden zwischen beiden Ländern. Bis September können sich Interessierte unter https://www.bundestag.de/ppp für das Programmjahr 2016/2017 bewerben.