Großer Umzug der St. Hubertus-Schützen Königspaar Ballmann bringt in Emsbüren die Sonne mit

Von Anne Bremenkamp


Emsbüren. Dass aus etwas Kleinem etwas ganz Großes erwachsen kann, das hat das Schützenvereins St. Hubertus Emsbüren eindrucksvoll bewiesen. Er ist mit seinen 50 Jahren der jüngste, aber auch der größte Schützenverein im Kirchspiel.

Dementsprechend riesig war am Samstag auch die Zahl der Gratulanten, die der Erste Vorsitzende Paul Thünemann auf der Festwiese zwischen St. Andreas Kirche und Heimathaus begrüßen durfte. Rund 2000 Mitfeiernde aus 26 Gastvereinen und sieben Musikzügen machten dem Jubelverein ihre Aufwartung und das Fest zu einem stimmungsvollen Gemeinschaftsevent der Extraklasse.

„50 Jahre jung, aktiv und attraktiv“, stellte Paul Thünemann das Motto eines Jubelschützenfestes vor, das durch das Zusammenwirken zahlloser helfender Hände zu einem absoluten Highlight wurde. Denn in zweijähriger Vorbereitungszeit hatten die Schützenbrüder außer dem Wetter nichts dem Zufall überlassen und überzeugten mit einer logistischen Meisterleistung.

Das Schützenfest ist ein Fest der ganzen Ortsgemeinschaft. In ausschließlich männlicher Hand verbleibt einzig die Ehre, mit dem passenden Schuss und einem Quäntchen Glück die Königswürde zu erringen. Diesen Erfolg, gekrönt mit dem ganz besonderen Titel des Jubelschützenkönigs, konnte Jörg Ballmann für sich verbuchen. Gemeinsam mit seiner Jubelkönigin Mechthild regierte er nun ein Jahr ehrenvoll über die Hubertus-Schützen. Und mit dem umjubelten Aufmarsch des Königspaares kam auch endlich die Sonne hinter den Regenwolken hervor, die der ungetrübten Stimmung aber auch vorher keinen Abbruch getan hatten.

Mit dem feierlichen Aufmarsch auf der von Fahnen umwehten Festwiese begann ein wohl nicht nur für alle Emsbürener unvergessliches Fest unter Freunden und unter der Schirmherrschaft von Dechant Thomas Burke. „Schützenfest in Emsbüren ist die kurzfristige Entführung in den Himmel. Und alles, was wir nicht vergessen wollen, müssen wir feiern“, äußerte Thomas Burke seinen Respekt vor den Gründungsvätern des Vereins.

Auch Bürgermeister Bernhard Overberg sprach dem „Geburtstagskind“ ein großes Kompliment aus und betonte: „Der Schützenverein St. Hubertus Emsbüren ist eine feste Institution, der sich vorbildlich für das Gemeinwohl engagiert.“ Und Pastor Marcus Droste ergänzte: „Beim Schützenfest kommt es aufs Treffen an“. Damit meinte er nicht nur den Vogel, sondern vor allem auch die Begegnung mit den Menschen.

Nachdem die Fahnenbänder an die Gastvereine überreicht waren und die Musikzüge mit dem Aufspielen der Nationalhymne Gänsehautfeeling verbreitet hatten, marschierte ein großer Festumzug mit bestgelaunten Schützen und schmucken Kutschen durch den nicht minder prächtig geschmückten Ort zum Zelt. Dort war die Feier noch lange nicht zu Ende.