Solistinnen begeistern Abschlusskonzert der Emsbürener Musiktage

Von Peter Löning

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ploe Emsbüren. „Ab heute beginnen die Vorbereitungen für die 40. Emsbürener Musiktage, denn nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“ So Bürgermeister Bernhard Overberg zum Abschluss der diesjährigen Musiktage (EMT), die er als großen Erfolg deutet, nicht ohne nachdrücklichen Dank an alle Beteiligten.

Diesen Worten voraus ging ein rundum schönes Vormittagskonzert des Orchesters der Musikschule des Emslandes. Martin Nieswandt, Intendant der EMT sowie Direktor der Musikschule, war an diesem Sonntagmorgen auch der Dirigent des Orchesters aus Schülern, Lehrern und Freunden der Musikschule. Dabei bewies er großes Geschick bereits bei der Programmauswahl.

Kurz, bekannt und wohltuend für die noch müden Ohren der zahlreichen Hörer, nicht zuletzt auch vom Titel durchaus trefflich eröffnete die Morgenstimmung aus Edward Griegs „Peer Gynt“.

Dagegen standen die „Bachmetamorphosen“ eines hier noch recht unbekannten Frank Zabel. Das Stück greift zwei Zitate auf aus der E-Dur-Violin-Partita von Johann Sebastian Bach und lässt diese sehr bildhaft und farbenprächtig auf die Reise gehen, etliche Facetten des Orchesterspiels und verschiedenste musikalische Stile berührend. So ist es nicht nur spannend und abwechslungsreich zu hören – zuweilen erinnert es an Filmmusik. Es scheint auch pädagogisch sehr durchdacht, fordert es doch alle Instrumentengruppen heraus. Sehr gefordert war hier auch Felix Hammer am ersten Pult der Geigen, dem in diesem Werk einige aufreibende Solostellen zugedacht waren. Großes Lob.

Uraufgabe dieses Konzertes aber ist es, den EMT-Stipendiaten des Vorjahres eine gute Begleitung zu sein. Konzerte mit Orchester sind für Musiker immer eine Besonderheit, und genau diese wollen die EMT ihren Stipendiaten bieten.

Konzept bestätigt

So gab es ein Wiedersehen mit der Fagottistin Charlotte Sutthoff. Sie zeigte sich überzeugend virtuos in dem „Grand Concerto“ von Johann Nepomuk Hummel. Ein Stück, das dem Fagott einiges abverlangt, es mitunter sehr imposant erscheinen lässt.

Vergleichsweise leichtfüßig wirkte dagegen ein Divertimento von Bernhard Crusell. Die Solistin hier war die Oboistin Katharina Rosenfelder. Auswendig spielte sie dieses eher unterhaltend angelegte Werk, dessen drei Sätze fließend ineinander übergehen. Die frecheren, doch nicht weniger anspruchsvollen Melodien sorgten hier auch für großen Eindruck beim Publikum.

Gleichwohl haben beide Solistinnen hier begeistert und sehr Hörenswertes abgeliefert, was das Konzept der Stipendien sehr zu bestätigen scheint. Ihnen beiden alles Gute und den EMT ein: Weiter so!

Von dem Orchester aber wollte man am Ende sicherlich noch eine Zugabe hören. Mit dem ersten der Ungarischen Tänze von Johannes Brahms verabschiedete sich das Orchester schwungvoll. Danke schön.


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