Hubert Hölschers Buch vorgestellt Das alte Emsbüren bleibt unvergessen

Von Thomas Pertz

Fotos mit den früheren Bürgermeistern Storm (1881 bis 1916) und Korte (1916 bis 1944) überreichte Hubert Hölscher Bürgermeister Bernhard Overberg als Geschenk. Foto: PertzFotos mit den früheren Bürgermeistern Storm (1881 bis 1916) und Korte (1916 bis 1944) überreichte Hubert Hölscher Bürgermeister Bernhard Overberg als Geschenk. Foto: Pertz

Emsbüren. Prallvoll war der Ratssitzungssaal in Emsbüren am Freitagabend. Nichts hätte das Interesse der Bürger an lokaler Geschichte besser dokumentieren können. Hubert Hölscher, der Grund dieses Andrangs, freute sich denn auch sichtlich, dass sein Buch „Emsbüren“ und die darin enthaltene liebevolle Bilderreise durch vergangene Jahrhunderte einen solchen Anklang gefunden hatte.

Der 72-Jährige hat in den vergangenen Jahren in akribischer Recherche Bilder aus dem Ort gesammelt und mit Zeitzeugen gesprochen, um die Fotos zum „Sprechen“ zu bringen. Über 170 Aufnahmen tun dies auf unterhaltsame Weise und lassen somit „vergessen Geglaubtes wiederaufleben“ , wie es der Sutton-Verlag aus Erfurt als Herausgeber formuliert.

Emsbürens Bürgermeister Bernhard Overberg beglückwünschte Hölscher zu dieser Arbeit. Die Gemeinde könne stolz auf solche Bürger sein, die es sich zur Aufgabe gemacht hätten, die Historie des Ortes in dieser Form zu präsentieren. „Dir ist ein großer Wurf gelungen“, meinte auch Edith Uhlenberg, Vorsitzende des Kulturkreises Emsbüren. Dieser präsentiert parallel zur Buchveröffentlichung eine Bilderausstellung im Rathaus.

Die Laudatio auf das Buch hielt Alexander Herbermann, selbst ein profunder Kenner der geschichtlichen Entwicklung Emsbürens. „Vergangenheit in der Gegenwart für die Zukunft festhalten“: Mit diesen Worten beschrieb Herbermann die Richtschnur des Handels von Hölscher. Dieser sei von Neugierde und Forscherdrang ebenso getrieben wie von seiner Liebe zur Heimat Emsbüren. Herbermann wies auch auf das Vertrauen und die Wertschätzung von Bürgern hin, die sie Hölscher gegenüber durch die Überlassung zahlreicher Fotos ausgedrückt haben.

Fotos seien keine selbsterklärende historische Quelle, sagte Herbermann weiter. Der Heimatforscher habe sie durch entsprechende Beschriftungen in den richtigen Kontext eingefügt.

Dank für Unterstützung

Auch Markus Holzhauer vom Sutton Verlag gehörte in Emsbüren zu den Gratulanten. Der Verlag habe sich darauf spezialisiert, die Geschichte von Städten, Gemeinden und Regionen in dieser nun auch für Emsbüren realisierten Form zu präsentieren. Hölscher habe dies vorbildlich umgesetzt.

Der 72-Jährige dankte abschließend allen, die ihn bei der Verwirklichung des Vorhabens unterstützt hätten. Der Dank galt insbesondere seiner Frau, „die nicht viel von mir hatte, während ich mal wieder über einer Bilderkiste hing…“