Buch wird am Sonntag im Heimathof Emsbüren vorgestellt Die Geschichte der Heuerleute

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„Wenn der Bauer pfeift, dann müssen die Heuerleute kommen“ wird am Sonntag vorgestellt. Foto: Roggendorf„Wenn der Bauer pfeift, dann müssen die Heuerleute kommen“ wird am Sonntag vorgestellt. Foto: Roggendorf

Emsbüren. „Wenn der Bauer pfeift, dann müssen die Heuerleute kommen“. Unter diesem Titel haben Bernd Robben und Helmut Lensing ihre Betrachtungen und Forschungen zum Heuerlingswesen in Nordwestdeutschland in einem Buch veröffentlicht. Das 288 Seiten umfassende Werk wird am Sonntag, 16. November, um 16 Uhr im Heimathof Emsbüren vorgestellt.

Die Entstehung und den Inhalt erläutern die beiden Autoren. Moderiert wird die Veranstaltung durch Heiner Reinert, Vorsitzender des Kulturausschusses beim Landkreis Emsland. Für den musikalischen Rahmen sorgen Günter Janssen aus Meppen sowie das Panikorchester Emsbüren.

Nahezu 400 Jahre war in Nordwestdeutschland das Heuerlingswesen ein wesentlicher Bestandteil des Lebens auf dem Land. Je nach Region finden hier bis zu 80 Prozent der angestammten heutigen Bevölkerung Heuerleute unter ihren Vorfahren. Im Buch ist zu lesen, wie das Heuerlingswesen entstand, wie die Heuerleute lebten und wohnten, wie sie nach Unabhängigkeit vom Bauern und nach einer eigenen Scholle strebten. Dazu besiedelten sie unter primitivsten Bedingungen Moore und Heiden, gingen zur Saisonarbeit in die Niederlande, wanderten zahlreich in die „Neue Welt“ aus und suchten beständig nach weiteren Einnahmequellen, um ihre schwierige wirtschaftliche Situation zu verbessern. Diese Lebens- und Wirtschaftsform verschwand während der Wirtschaftswunderjahre innerhalb kurzer Zeit.

Zahlreiche Illustrationen und anschauliche Quellen lassen das Heuerlingswesens von seinen Anfängen bis zu seinem Verschwinden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebendig werden.


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