Im Rahmen der Musiktage Ausstellung in Emsbüren

Von Peter Löning

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Versprochen ist ein Ehrenplatz im Rathaus für die Fotografie mit russischen Straßenmusikern, die Ulla Feldmann (2. von rechts) Bernhard Overberg schenkte. Weiter auf dem Bild: (von links) Edith Uhlenberg, Meike Behm, und Karin Stuke, Vorsitzende der Freunde und Förderer der Musiktage. Foto: Peter LöningVersprochen ist ein Ehrenplatz im Rathaus für die Fotografie mit russischen Straßenmusikern, die Ulla Feldmann (2. von rechts) Bernhard Overberg schenkte. Weiter auf dem Bild: (von links) Edith Uhlenberg, Meike Behm, und Karin Stuke, Vorsitzende der Freunde und Förderer der Musiktage. Foto: Peter Löning

Emsbüren. Die 39. Emsbürener Musiktage (EMT) sind am Sonntagmorgen eröffnet worden und mit ihnen eine Ausstellung in der Liudger-Realschule mit Fotografien von Ursula Feldmann.

„Freut euch des Lebens“ ist der Titel der Ausstellung, die Aufnahmen von Straßenmusikern ganz unterschiedlicher Couleur zeigt. „Fotos hatten wir hier noch nie“, sagte Edith Uhlenberg, Vorsitzende des Kulturkreises Kirchspiel Emsbüren und Initiatorin der Ausstellung. Und so musste auch die Eröffnung ein wenig anders aussehen als gewöhnlich.

Der Aufhänger war ein Musikvideo, welches im Internet kursiert und den Ben E. King-Klassiker aus 1961, „Stand by me“, von Straßenmusikern auf der ganzen Welt performt, präsentiert. Am Ende übernahm diese Melodie das bewährte EMT-Eröffnungs-Duo Bernhard Gortheil und Christian Muche. Sie brachten das Lied, mehr oder weniger passend mit Strohhut und Freizeithemd gekleidet, in die sehr gut besetzte Aula der Liudger-Realschule. Den weiteren Verlauf der Veranstaltung rahmten die beiden mit Musikstücken, die jeweils Straßen im Titel tragen.

In einer kleinen Einführung wies Meike Behm, Direktorin der Lingener Kunsthalle, auf die Vielschichtigkeit in dem so belanglos wirkenden Titel hin. Sind Straßenmusiker verbunden durch die Aufgabe, Lebensfreude zu versenden, sind doch die Bedingungen äußerst unterschiedlich. Geht es den einen darum, „ihr Taschengeld aufzubessern, spielt die große Gruppe von Straßenmusikern für ihr Leben“, gibt Behm zu bedenken. Musik im öffentlichen Raum ist dabei längst nicht für jeden ein willkommener Genuss.

Durch die Einführung geschärfte Blicke entnahmen so manchen Bildern doch auch einige Bedrückung. Augenscheinliche Kleinigkeiten und zufällige Details zeigen zuweilen erst beim zweiten Hinsehen die ganze Geschichte. Widersprüche tun sich auf und geben den Bildern etwas zum Nachdenken mit. Nicht immer ist es Leichtigkeit und unbekümmerte Schönheit.

Da sitzt ein Häufchen Elend und bläst in Handschuhen auf seiner Trompete, an seiner Seite ein Hund mit Blick über eine Plastiktüte mit der Aufschrift „Einfach leben“. Eine Gruppe älterer Musiker, musiziert vor einer übergroßen Plakatwerbung, auf der ein Schuhdiscounter um Mitarbeiter wirbt. Der Glasharfenspieler mit Armani-Mütze war gleich zu Anfang verkauft.

Die Ausstellung wird während der drei Wochen der diesjährigen Musiktage in der Liudger-Realschule zu sehen sein. Etliche Konzerte locken in dieser Zeit nach Emsbüren. Den Anfang machte am Abend das Dozentenkonzert. Der Emsbürener Bürgermeister Bernhard Overberg freute sich auf einen „fulminanten Auftakt“.

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