Dank an Fritz Herrmann SPD Emsbüren feiert 40-jähriges Jubiläum

Von Ludger Jungeblut


Emsbüren. Der SPD-Ortsverein Emsbüren ist einer der aktivsten im Landkreis Emsland. Darauf hat die SPD-Kreisvorsitzende Andrea Kötter in einer Feierstunde zum 40-jährigen Bestehen des Ortsvereins im Hotel Fokus verwiesen.

Vorsitzender Hugo Kirchhelle wie auch seine Parteifreunde Claus Alfes, Hans-Peter Tewes und Agnes Brink erinnerten an die großen Verdienste von Fritz Herrmann, der 1974 zu den Gründungsmitgliedern zählte und die SPD Emsbüren 30 Jahre lang leitete. Der inzwischen 80-jährige Herrmann, der 2008 das Bundesverdienstkreuz erhalten hatte, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen. Weitere Gründungsmitglieder waren seinerzeit Magnus Götzmann, Reinhard Falkuß, Erika Oldekamp und Helmut Sagrowske. Die SPD Salzbergen leistete große Unterstützung bei der Gründung.

Kirchhelle betonte: „Wir Sozialdemokraten wollen immer die Gesellschaft verbessern. Darum sind wir auch nie mit einem momentanen Zustand zufrieden.“ Kirchhelle erinnerte auch daran, dass die SPD-Mitglieder vor 40 Jahren viel Häme erfahren hatten. „Beim Betreten der Emsbürener Kneipen scholl mir stets zur Begrüßung entgegen: Vorsicht, der Rote kommt. Ich hab’s irgendwann als Auszeichnung genommen und mich darüber gefreut.“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Friedhelm Wolski-Prenger, erinnerte anhand von Veröffentlichungen des SPD-Blatts „Schon gewusst“? an kommunalpolitische Auseinandersetzungen.

Bürgermeister Bernhard Overberg (parteilos) lobte das ehrenamtliche politische Engagement der SPD Emsbüren zum Wohl der Bürger. Glückwünsche nahm Kirchhelle auch von Vertretern benachbarter SPD-Ortsvereine und weiterer Gäste entgegen.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende im Niedersächsischen Landtag, Johanne Modder, betonte, dass die SPD Emsbüren mit Stolz auf das Erreichte zurückblicken könne. Auf die aktuelle politische Situation eingehend, rief sie SPD und CDU gemeinsam dazu auf, der AfD mit ihren „braunen Einsprengseln“ durch eine inhaltliche Auseinandersetzung das Wasser abzugraben. „Es wäre für die deutsche Wirtschaft verheerend, wenn der Euro, wie von der AfD gefordert, abgeschafft würde.“ Mit Blick auf die Kriegsflüchtlinge rief sie zu verstärkten Anstrengungen für eine menschenwürdige Unterbringung auf.

In puncto Inklusion appellierte sie an die Landes-CDU, sich bei diesem wichtigen Thema nicht auszuklinken.

Die hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder sagte, dass sie sich mit der Frage gequält habe, ob sie Waffenlieferungen an die Kurden für ihren Kampf gegen die Terrororganisation IS zustimmen solle. „Letztlich habe ich im Bundestag dafür gestimmt, weil wir nicht beim Abschlachten von Menschen zusehen dürfen.“

Schlagfertigkeit bewies der Vorsitzende der CDU Emsbüren, Bernhard Drente. Die Sozialdemokraten wünschten sich, dass die SPD künftig 15 Ratsmandate innehat und dann statt der CDU Mehrheitsfraktion sind (derzeit verfügt die SPD über vier von 24 Sitzen). Darauf erwiderte Drente: „Damit haben wir überhaupt kein Problem, wenn die Einwohnerzahl Emsbürens weiter zunimmt, sodass die Zahl der Ratsmitglieder dann auf 40 steigt.“

Angela und Esther Prenger (Gesang beziehungsweise Querflöte) sowie Irene Hachmer (Gitarre) unterstützten gern ihre singenden Genossinnen und Genossen („Wann wir schreiten Seit an Seit“).