Sanierungsarbeiten beendet Dortmund-Ems-Kanal: Schleusen sind wieder einsatzbereit

Von Heinz Krüssel


Emsbüren. „Wasser Marsch“ hieß es in den vergangenen Tagen in den sechs großen Schleusen der Nordstrecke des Dortmund-Ems-Kanals. Nach Abschluss der Bauwerksprüfungen und Durchführung der entsprechenden Sanierungsarbeiten sind die Schleusen jetzt wieder geflutet worden.

„Wasser Marsch“ hieß es in den vergangenen Tagen in den sechs großen Schleusen der Nordstrecke des Dortmund-Ems-Kanals. Nach Abschluss der Bauwerksprüfungen und Durchführung der entsprechenden Sanierungsarbeiten sind die Schleusen jetzt wieder geflutet worden.

Begonnen wurde am Montag mit den Schleusen in Altenrheine und Gleesen, am Dienstag waren die Schleusen in Hesselte und Venhaus an der Reihe und schließlich am heutigen Mittwoch die Schleusen in Rodde und Bevergern. Ab Donnerstag (25. September) um 6 Uhr können die Motorschiffe wieder die Strecke von Bergeshövede bis Hesselte befahren.

Grund für die Trockenlegung der sechs Schleusen in der Zeit vom 1. bis zum 24. September 2014 war die turnusmäßig durchzuführende Bauwerksprüfung. Diese ist nach Darstellung von Oliver Stolle, Leiter des Außenbezirks Altenrheine des Wasser- und Schifffahrtsamtes Rheine (WSA), alle sechs Jahre vorgeschrieben.

Die Schleusenanlagen müssen betriebsbereit gehalten werden, solange sie betrieben werden, betonte Oliver Stolle mit Blick auf die geplanten Ersatzschleusen.

Die Schleusenanlagen werden im trockenen Zustand besichtigt und erforderliche Reparaturarbeiten veranlasst. Dabei geht es um bautechnische Sanierungen und maschinentechnische Instandsetzungen von beweglichen Teilen, unter anderem an den Zylinderschützen. Festgestellte Schäden sind beseitigt worden.

Die Wiederbeflutung nimmt pro Schleuse etwa einen Tag in Anspruch. Dazu sind von den Mitarbeitern des WSA und des Bauhofes Bergeshövede mit Unterstützung des WSA Meppen vom Schwimmgreifer aus sogenannte Rohrnadelwehre am „Oberhaupt“ und ebenso am „Unterhaupt“ der Schleuse gesetzt worden. Wenn der Wasserspiegel erreicht ist, werden die Rohrnadelwehre wieder entfernt.

Die Planungen für die neuen Ersatzschleusen im Bereich der Nordstrecke sind nach Auskunft der Projektgruppe DEK-Nord beim Wasserstraßen-Neubauamt in Datteln voll im Zeitplan.

Im Mai sind die Erörterungstermine durchgeführt worden. Änderungen aus dem Planfeststellungsverfahren werden derzeit in das Konzept eingearbeitet. Wenn die erforderliche Zustimmung der Landesbehörde vorliegt, werden die Unterlagen öffentlich ausgelegt. Gemäß Zeitplan ist vorgesehen, im Frühjahr 2015 mit dem Vergabeverfahren für die Ersatzschleuse Gleesen zu starten. Baubeginn könnte dann im Herbst 2015 sein. Im Bereich Niedersachsen wäre die Schleuse Venhaus im Jahr 2022 an der Reihe. Mit der Ersatzschleuse Rodde soll 2016 begonnen werden und in Bevergern voraussichtlich 2025.

Geplant ist, dass die Schleusen der Dortmund-Ems-Kanal-Nordstrecke im Jahr 2025 von den ersten großen Europaschiffen genutzt werden können.

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