Zippel von Sugino übernommen Japanische Hilfe für Vertriebsstandort Emsbüren

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Der Vertriebsstandort Emsbüren der Maschinenfabrik Zippel hat gute Chancen, sich weiterzuentwickeln. Dies wurde bei einem Gespräch mit (von links): Bürgermeister Bernhard Overberg, Munetsugu Miyao, Günther Zippel und Bernd Kirchner deutlich. Foto: Thomas PertzDer Vertriebsstandort Emsbüren der Maschinenfabrik Zippel hat gute Chancen, sich weiterzuentwickeln. Dies wurde bei einem Gespräch mit (von links): Bürgermeister Bernhard Overberg, Munetsugu Miyao, Günther Zippel und Bernd Kirchner deutlich. Foto: Thomas Pertz

Emsbüren. Bislang ist die Zippel Maschinenfabrik aus Neutraubling bei Regensburg in Bayern nur mit einer kleinen Niederlassung in Emsbüren vertreten. Das könnte sich aber in naher Zukunft ändern. Zippel ist zum 1. Januar von dem japanischen Maschinenbauunternehmen Sugino übernommen worden. Sugino mit Sitz in Toyama will auf dem deutschen Markt Fuß fassen. Da spielt Zippel eine wichtige Rolle - einschließlich der Niederlassung in Emsbüren.

Sugino mit Sitz in Toyama will auf dem deutschen Markt Fuß fassen. Da spielt Zippel eine wichtige Rolle – einschließlich der Niederlassung in Emsbüren. Das bayerische Unternehmen ist Hersteller von industriellen Teilereinigungsanlagen, zum Beispiel für die Autoindustrie. Zippel hat 150 Beschäftigte, in Emsbüren sind es derzeit acht. Sugino beschäftigt nach Angaben von Geschäftsführer Munetsugu Miyao 1150 Arbeitnehmer und verfügt über einen Kundenstamm von derzeit 6000 weltweit. Büros gibt es in Paris und Prag. Während Zippel eigenen Angaben zufolge als Weltmarktführer bei industriellen Waschanlagen gilt, ist Sugino Spezialist im Bereich Hochdruckentgraten und Hochdruckreinigen.

Die Aktivitäten des Unternehmens in Deutschland sollen nach der Übernahme von Zippel zum 1. Januar deutlich verstärkt werden. Geschäftsführer Miyao war gemeinsam mit Günther Zippel, Leiter Verkauf, aus Bayern angereist. In Emsbüren wurden sie von Vertriebsleiter Bernd Kirchner durch die Räume an der Dieselstraße geführt und im Rathaus von Bürgermeister Bernhard Overberg begrüßt.

Overberg sicherte Zippel und dem japanischen Mutter-Unternehmen die Unterstützung der Kommune bei der weiteren Entwicklung vor Ort zu. Ganz oben auf der Wunschliste der Vertriebsstelle in der Dieselstraße steht nach Angaben von Kirchner eine bessere verkehrliche Anbindung im Gewerbegebiet.

Was die überregionalen Anknüpfungspunkte anbelangt, verwies Overberg auf die hervorragende Lage Emsbürens am Autobahnkreuz der A30/A31. Zippel will die günstige Lage der Kommune nutzen. „Wir wollen die Serviceteams in Emsbüren weiter nach vorn bringen“, kündigte Günther Zippel an. Dazu gehöre auch der Aufbau eines „Technikums“. „Wir wollen Kunden wie VW zeigen, wie Bauteile gereinigt und entgratet werden“, sagte Kirchner. Beim Entgraten werden metallische Werkstücke von Kanten und Splittern befreit, die bei der Herstellung entstehen. Zippel machte deutlich, dass es sich bei der Übernahme durch Sugino „keinesfalls um eine feindliche gehandelt hat, sondern um eine gewollte“. Dadurch könnten mehr Marktanteile erworben werden.


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