Motto: „Alle unter einem Hut“ Emsbürener Karnevalisten feiern erstmals gemeinsam

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Emsbüren. Mit einer großen Prunksitzung und vollem Haus haben die Karnevalisten in Emsbüren am Samstagabend die „Fünfte Jahreszeit“ eingeläutet.

Unter dem Motto „Alle unter einem Hut“ waren neben der „Karnevalsgesellschaft Kespel Emsbüren“ (KKE), dem ECC Emsbüren, der kfd Emsbüren sowie dem Kolpingkarneval Listrup an dem gelungenen Abend beteiligt. Es sei eine „historische Sitzung“, betonte Sitzungspräsident Tönns Roling.

Schon der Elferrat bot eine völlig neue Zusammensetzung, denn alle vier Organisationen waren dort präsent, erstmals auch Frauen.

Das Programm wurde ausschließlich von den jeweiligen Vereinsmitgliedern gestaltet. Deshalb gab es viele neue Gesichter, aber auch altbewährte Akteure auf der großen Karnevalsbühne.

Im Mittelpunkt steht alljährlich die Verabschiedung der alten und die Proklamation der neuen Tollitäten. Dank und Anerkennung galt Herzog Richard II: und seinem Kumpan Hermann VII. Die beiden Bünker-Brüder aus Helschen und Leschede hätten die KKE hervorragend vertreten, stellte Roling fest. Als Nachfolger wurden Herzog Günter Blender und Kumpan Kalle Hinterding vorgestellt. Aus Krankheitsgründen musste Rudi Bruns den Herzog vertreten. Man sei sich völlig einig, hieß es in der Proklamationsrede der Schwiegersöhne von Ehrenpräsident Josef Voss. Musikalisch begrüßt wurden die Tollitäten von den „Dohlen“ mit dem Titel „Die Herzogin von Leschede ist eine schöne Maid juchhe.“

Tänzerisch gaben traditionell die KKE-Eigengewächse wie Kükengarde, Juniorengarde und die Kespelfunken ihr Bestes. Mit ihrem Solotanz konnte Lee-Anne Seegers die Herzen des Publikums schnell erobern. Das Listruper Männerballett stand erstmals auf der Emsbürener Karnevalsbühne.

Sieht der Pflegenotstand im Jahr 2040 wirklich so aus, wie die kfd-Frauen es vermuten?: Im Minutentakt und auf Kommando werden die Zähne geputzt und der morgendliche Stuhlgang auf einem traditionellen Nachttopf erledigt.

Für ihren langjährigen Einsatz zum Wohle des Emsbürener Karnevals zeichneten Präsident Tönns Roling und sein Vize Bernd Theissing die Karnevalisten Clemens Volmer und Helmut Flödder mit dem Willi-van-Lengerich-Orden aus.

Einige neue Gesichter gab es in der Bütt. „Liesbeth ut Bürn“ (Renate Jansen) hatte zum Haareentfernen einen besonderen Tipp parat: beidseitiges Klebeband. Als Vertreter des Listruper Karnevals präsentierten Hermann-Josef Thyen und Antonius Hinterding eine Stellenausschreibung für den Bürgermeisterposten und stellten zugleich ihren Kandidaten Klaus Hemme vor.

Als „Herr der Schäfchen“ sei Pastor Burke der heimliche Star des alljährlichen Frauenkarnevals, verrieten die Kfd-Vertreterinnen. In der Tat bot der Emslanddechant ein wahres Feuerwerk an neuen Ideen, bei denen kein Auge trocken blieb und es abschließend stehenden Beifall gab. „Wie macht man Frühstücksmarmelade?“ „In Emsbüren kauft man sich bei Sabels Berliner und schält sie einfach ab.“

Als Edeltreiber berichtete „Schwiene“ (Werner Bünker) über seine Erfahrungen nach einem Schrotschuss-Treffer.


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