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Fiening sieht nur Vorteile Emsbüren: Rektor der Waldschule Leschede freut sich auf den Bau der Kindertagesstätte


Emsbüren. Den geplanten Bau einer Kindertagesstätte (Kita) an der Waldschule Leschede hat Rektor Günter Fiening als eine ideale Lösung bezeichnet. „Damit gäbe es einen optimalen Übergang vom Kindergarten in die Grundschule“, sagte er in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Wie berichtet, hatte sich der Gemeinderat Emsbüren kürzlich mit den Stimmen der CDU-Mehrheitsfraktion für den Standort an der Waldschule entschieden. Die Fraktionen von SPD und Freier Wählergemeinschaft Emsbüren (FWG) sowie Bürgermeister Bernhard Overberg (parteilos) hatten hingegen für einen Standort an der Mehringer Straße nahe dem Elisabeth-Haus votiert. Nach Angaben von Fiening soll die Kita zwei Gruppen für Kinder bis zu drei Jahren und zwei weitere Gruppen für Kinder von drei bis fünf bzw. sechs Jahre umfassen.

Schützenhilfe erhielt Fiening in seiner Argumentation für den Standort Waldschule von der Diplom-Pädagogin Heide Tremel aus Hannover, die vom niedersächsischen Kultusministerium damit beauftragt wurde, ein neues Konzept für die künftige Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschule zu entwickeln. Die Diplom-Pädagogin in einem Schreiben an den Schulleiter: „Man erkennt die Zeichen der Zeit nicht, wenn man im Fall Emsbüren nicht die großartige Chance nutzt, durch einen gemeinsamen Standort auch räumlich die Zusammenarbeit zu unterstützen und damit Möglichkeiten einer qualitativen Verbesserung der Zusammenarbeit schafft.“

Nach Darstellung von Fiening sprechen alle pädagogischen Gesichtspunkte für eine Verzahnung von Kita und Grundschule. „Diese Zusammenarbeit ist in Niedersachsen eine gesetzliche Verpflichtung.“ Konkretisiert werde dieser Auftrag durch den Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich. Auf diesen Bildungsplan hätten sich das Kultusministerium, alle Kita-Landesverbände, die Elternvertretung und alle kommunalen Spitzenverbände verpflichtet. Fiening verwies auch auf das neue Modellvorhaben „Kita und Grundschule unter einem Dach“. Ab dem Kindergartenjahr 2012/2013 fördere das niedersächsische Kultusministerium ausgewählte Modellstandorte über einen Zeitraum von drei Jahren mit bis zu 30000 Euro pro Jahr.

Keine Probleme bei der Verkehrssicherheit kann der Pädagoge erkennen, wenn die Kita an der Waldschule verwirklicht wird. Die von der Straße abgesetzte Haltespur für Busse und die Parkplätze für die Autos lägen räumlich auseinander. „Eine Kritik an der Verkehrssituation entbehrt jeder Grundlage“, meinte er.

Schon jetzt arbeite die Waldschule im Rahmen des Projekts „Emsbürener Brückenjahr“ eng mit den örtlichen Kindergärten sowie mit der Joseph-Tiesmeyer-Schule zusammen. Eine neue Kita an der Waldschule habe nur Vorteile: Die Jungen und Mädchen aus den Baugebieten östlich der Bahn hätten deutlich verkürzte Wege, es gäbe einen gemeinsamen modernisierten Spielplatz, dessen Kosten zu 40 Prozent aus dem Leader-Programm der EU finanziert werden könnten, sowie Anknüpfungspunkte für verschiedene pädagogisch sinnvolle Projekte. Als eines von vielen Beispielen nannte er die Leseförderung. Wenn Grundschüler den Jungen und Mädchen der Kita vorläsen, hätten alle etwas davon. Der Schulleiter: „Ganz wichtig ist es auch, dass die Kinder der Kita den späteren Übergang zur Schule nicht als Bruch empfinden, da sie ja mit den Räumlichkeiten der Schule schon bestens vertraut sind. Gerade Kinder mit Behinderungen wollen in ihrem gewohnten Umfeld bleiben.“

Die Sprachförderung in der geplanten Kita werde von einer Kollegin der Waldschule wahrgenommen. Vorteilhaft sei auch, dass die kindgerecht eingerichtete angrenzende Turnhalle der Schule von der Kita mitgenutzt werden könne.

Im Übrigen kann Fiening die Aufregung um das notwendige Fällen einiger sehr alter, nach seiner Ansicht aber wertloser Kiefern nicht verstehen. „Durch das Pflanzen von Laubbäumen würden wir den Spielplatz ökologisch aufwerten. Alle Zahlen für das Fällen von Bäumen sind schlecht recherchiert.“

Bei einer notwendigen Neuaufteilung der Einzugsbereiche für die Kindergärten stände der St.-Andreas- Kindergarten mit ausreichenden Plätzen für das neue Baugebiet Palhügel zur Verfügung. Ein zweiter Kindergarten in unmittelbarer Nähe sei planerische und finanzielle Verschwendung.


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