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Unverständnis über CDU SPD Emsbüren plädiert für Geschäftszentrum „Im Hagen“

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Blick in das Ortszentrum von Emsbüren. Foto: Ludger JungeblutBlick in das Ortszentrum von Emsbüren. Foto: Ludger Jungeblut

Emsbüren. Vorstand und Gemeinderatsfraktion der SPD Emsbüren warfen in ihrer jüngsten Sitzung der Mehrheitspartei vor, der Gemeinde zu schaden. Mit ihrer Weigerung, der Ansiedlung eines Nahversorgungsstandortes auf dem Sportplatz an der Richthofstraße zuzustimmen, habe die CDU eine Riesenchance vertan, die Schuldenlast der Gemeinde zu reduzieren.

„Die SPD-Fraktion hat vor Kurzem gegen den Haushalt der Gemeinde gestimmt, weil die CDU nicht bereit gewesen ist, etwas gegen die enorme und weiter steigende Verschuldung zu tun“, unterstrich SPD-Vorsitzender Friedhelm Wolski-Prenger in einer Presseerklärung. Mit 900 Euro Schulden pro Kopf liege Emsbüren jetzt weit über dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden. Der Schuldendienst mache einen immer größer werdenden Anteil am Gemeindehaushalt aus.

Die Verwaltung habe nun den Plan entwickelt, durch den Verkauf des Sportgeländes „Im Hagen/ Richthofstraße“ einen Erlös zu erzielen, der – bei gleichzeitiger Schaffung eines gleichwertigen Ersatzes für den Sportverein Concordia – zur dringend notwendigen Schuldenreduzierung hätte genutzt werden können. Zudem wären durch die Ansiedlung gewerblicher Betriebe zusätzliche Gewerbe- und Grundsteuern möglich geworden. Dieses Vorhaben habe die CDU mit dem Hinweis abgelehnt, von der Ansiedlung außerhalb des Ortskerns sei in verschiedenen Gutachten dringend abgeraten worden.

Bauausschussmitglied Angelika Krone berichtete, dass die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) für die Gemeinde vier mögliche Standorte für ein Nahversorgungszentrum geprüft hätte. Der jetzige Sportplatz „Im Hagen“ sei, anders als von der CDU dargestellt, einer dieser vier Standorte gewesen, und zwar angesichts der Eigentumsverhältnisse derzeit der einzige, der realistisch zu verwirklichen sei. Hinzu komme, dass ansiedlungswillige Einzelhändler einen Standort mit hinreichenden Parkmöglichkeiten verlangten. Das sei nur „Im Hagen“ möglich.

Eine kostengünstige „Machbarkeitsstudie“, die kurzfristig alle geplanten Standorte für ein Nahversorgungszentrum hätte untersuchen sollen, sei im Verwaltungsausschuss von der Mehrheit abgelehnt worden, berichtete Wolski-Prenger.


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